Der Mordfall Walter Lübcke und die Reaktionen darauf

Zunächst hat mich dieses Thema nicht sonderlich interessiert. Walter Lübcke war im Gegensatz zu Jörg Haider kein Mann, dem ich einen Nachruf widmen möchte. Aber die Reaktionen darauf gehen meinem Eindruck nach so weit über Nachrufe hinaus, dass viele grundlegende Dinge dabei berührt werden. Zunächst einmal ist schon sagenhaft, wie wenig Schamgefühl die üblichen Verdächtigen kennen.

Vor lauter Begeisterung über dieses gefundene Fressen ist es ihnen offenbar nicht peinlich, dass jemand denken könnte:

„Wenn es regelmäßig einen Mann oder eine Frau aus dem Volk betrifft, dann ist es ihnen egal.  Aber wenn es EIN EINZIGES Mal einen von ihnen trifft – und sei es nur ein drittklassiger Nebendarsteller von der hessischen Provinzbühne – dann veranstalten sie ein Geschrei, als ob die Welt unterginge.“

Es ist natürlich möglich, dass manchen Leuten das tatsächlich nicht auffällt. Weisen wir sie darauf hin, wo immer es möglich ist! Und falls jemand meinen sollte, das wäre ja schon „was anderes“, möge er bitte erklären, warum.

Um mich ein bisschen auf den Stand der offiziellen Version dieses Falls zu bringen, habe ich den Wikipedia-Artikel dazu gelesen. Ich versetze mich hin und wieder beim Lesen von Texten in eine andere Person. Ich fand es zum Beispiel uninteressant, wie der Koran auf mich wirkt, aber möglicherweise aufschlussreich, wie diese Schrift auf Moslems wirkt. Also habe ich mir damals gedacht, wenn ich den langweiligen Käse schon lese, dann versetze ich mich dabei in den Modus, als ob ich ein Moslem wäre und das für die reine Wahrheit halten würde. Das war natürlich nur eingeschränkt möglich, weil mir das Innenleben orientalischer Hirnkästchen nicht aus eigener Anschauung vertraut ist, ein bisschen ging’s aber schon. Vergleichbar habe ich mich beim Lesen des Wikipedia-Artikels in den Sheeple-Modus versetzt. Das mache ich öfter und das ist auch viel einfacher, weil ich ja schließlich den größten Teil meines Lebens dem Sheeple angehört habe.

Jetzt habe ich auch Angst vor Rechts!!!

 

Im Ernst: Bei arglosen Personen kann schon der Eindruck von einem umfangreichen und machtvollen rechsextremen Netzwerk entstehen, das andauernd Bomben bastelt und andere verwerfliche Dinge tut. Ich fürchte, das bleibt nicht ohne Wirkung. Was mich immer noch irritiert, ist die Frage, wie ein Wildfremder auf die Idee kommen konnte, Herrn Lübcke spät abends allein auf der Terrasse anzutreffen, um ihn dortselbst zu erschießen.  Und das vier Jahre nach der Äußerung, die angeblich das Motiv für seine Tat war. Diese Frage muss sich doch jeder mit mehr als drei Hirnzellen stellen. In dem Wikipedia-Artikel wird sie nicht angesprochen oder aufgeklärt.

Wer über den wahren Tathergang spekulieren will, kann das gerne im Kommentarbereich tun – einfach kennzeichnen, was Spekulation ist und was Fakten sind. Im Großen und Ganzen möchte ich aber eine Plattform schaffen, auf der die Reaktionen zu diesem Fall gesammelt, besprochen und analysiert werden können.

Hier ist noch das Video mit der inkriminierten Äußerung. Es ist nicht richtig, dass sie im Affekt als unüberlegte Reaktion in einer hitzigen Debatte gefallen ist. Herr Lübcke spricht ruhig und überlegt, das fassungslose Raunen und die Buhrufe kommen erst danach.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


34 Gedanken zu “Der Mordfall Walter Lübcke und die Reaktionen darauf

  1. Ich habe mir gerade die Artikelserie von Wolfgang Eggert zum ‚Fall Lübcke‘ gespeichert. Deshalb kann ich die bisher erschienen 6 Teile auch gleich hier einstellen, damit man sozusagen compact den derzeitigen Kenntnisstand (den ein informierter Beobachter haben kann) durchlesen kann…

    ***********************************************************************************************************************************************

    Der Fall Lübcke – Was wir wissen und was wir nie erfahren werden (Teil 1)

    Von Wolfgang Eggert am 21. Juni 2019

    Die Etablierten in Politik und Presse atmen hörbar auf, denn sie haben „ihren“ genehmen Täter im Fall Lübcke. Einen waschechten Rechten. Einen Mini-Tarrant. Im eigenen Land. Mit dem sich die deutsche patriotische Szene und mit ihr die seit Chemnitz in Distanzeritis verschrumpfte AfD gleich mit „gepflegt“ beerdigen lässt.
    _ eine Artikelserie von Wolfgang Eggert. Am Samstag folgt Teil 2, am Sonntag Teil 3

    Der Türöffner in dieses Paradies dürfte mikroskopisch klein sein: eine Hautschuppe vielleicht. DNA, die man am Tatort gefunden haben will. Entgegen ursprünglichen Angaben, denen zufolge kein verwertbares Material sichergestellt werden konnte. Dass Zeugenbefragungen und Hausdurchsuchungen ergebnislos verliefen, nimmt man auf die leichte Schulter. Das könnte sich rächen. Denn in diesem Fall sind etliche Szenarien plausibel – außer eine Verschwörung von Rechts.

    Werfen wir dazu einen zweiten Blick auf die Ereignisse. Und beginnen wir mit der „Stunde Null“, dem Auffinden des Politikers.

    1. Der familiär manipulierte Tatort
    Die Reihenfolge derer, die nach Lübckes Todesschuss am Tatort eintrafen, ist bekannt.

    ⦁ Eigenen Angaben zufolge war es einer der beiden Sِöhne, der den Köِrper des Regierungspräsidenten gegen 0.30 fand.

    ⦁ Der Sohn behauptet, auf den toten Vater aufmerksam geworden zu sein, weil er „bemerkte, dass nebenan noch Licht brannte“ – er habe deshalb nach dem Rechten gesehen und den Niedergeschossenen auf der Terrasse liegend gefunden (Hessenschau 6.6.).

    Welcher Sohn hier spricht, ist unbekannt. Einer von ihnen wohnte bei seinem Vater, der andere nicht, beide hielten sich als Mitausrichter der mehr oder weniger direkt auf der anderen Straßenseite veranstalteten Kirmes an diesem Abend ebendort auf. Wie man die Erklärung beurteilt, bleibt jedermann selbst überlassen. Dass um 0.30 Uhr in einem Haus oder auf einer Terrasse noch Licht brennt, ist eigentlich nicht so ungewöِhnlich, dass man gleich nachsehen muss.

    ⦁ Aus dem Haus Lübcke wurde nun Angaben zufolge NICHT der Notruf für Polizei oder Krankentransport, sondern ein Freund von Lübckes jüngerem Sohn angerufen, der als Sanitäter arbeitete – und zu diesem Zeitpunkt in unmittelbarer Nähe ein Volksfest besuchte. (vergl. dazu Bericht der hna.de)

    ⦁ Dieser Sanitäter hielt sich mindestens 20 Minuten vor Verständigung beziehungsweise Eintreffen des offiziellen Krankenwagens (01.00) auf dem Grundstück Lübckes auf und nahm „Manipulationen“ vor, die den Vorfall als natürlichen Tod erscheinen ließen.

    ⦁ Das Notfallpersonal nahm Lübckes Leiche entsprechend nichtsahnend mit. Im Wolfhager Krankenhaus wurde dann allerdings ein Einschussloch im Kopf festgestellt – weshalb vom Krankenhaus aus die Polizei informiert wurde.

    ⦁ Diese scheint gegen 3.00 Uhr früh in Lübckes Anwesen eingetroffen zu sein; zumindest wurden die Besucher der nahegelegenen Kirmes zu diesem Zeitpunkt darauf aufmerksam, dass sich etwas ereignet haben musste.

    Aus der Bild erfahren wir, wie der Tatort sich bei Eintreffen des Krankenwagens darstellte: „Als das Opfer auf seinem Anwesen gefunden wurde, fand sich im Vorgarten eine riesige Blutlache. Von hier aus führte eine Blutspur zur Leiche, die nur wenige Meter entfernt lag.“

    Die Angabe, dass der Auffindort der Leiche nicht dem Ort entspricht, an dem Lübckes Köِrper getroffen wurde, ist nachweislich korrekt. Ob die Blutlache wirklich so „riesig“ war, steht allerdings dahin. Nicht nur weil die Bild gern mal übertreibt, sondern auch, weil nach Informationen mehrerer Medien der „Sanitäter“ den Tatort insofern veränderte, dass er Blut wegwischte (Aktenzeichen-XY-Sendung) und somit potentielle Spuren (zum Beispiel Fußabdrücke) vernichtete. Die Kasseler Staatsanwaltschaft wollte sich laut Spiegel auf Anfrage dazu nicht äußern.
    Offenbar kommt für die Polizei erschwerend hinzu, dass Lübckes Leiche zwischen dem Tod und dem Eintreffen der Beamten an eine andere Stelle verbracht wurde. Und zwar hochwahrscheinlich durch den Sohn und/oder den Sanitäter. Warum man das Opfer an eine andere Stelle gelegt hat, bleibt unklar.

    https://www.braunschweiger-zeitung.de/politik/article225906049/Walter-Luebcke-Ermittler-vermuten-rechtsextremistisches-Motiv-Generalbundesanwalt-eingeschaltet.html

    https://www.waz.de/panorama/cdu-politiker-walter-luebcke-tot-aufgefunden-lka-ermittelt-id225906049.html

    Wo genau der Körper dann in welcher Haltung/Ablage drapiert wurde – auch darüber gibt es widersprüchliche Angaben. Die Hessisch/Niedersächsische Allgemeine schreibt: Laut Dirk Hintermeier, Sprecher des Landeskriminalamts (LKA), befand sich Lübcke auf der Terrasse, die der Straße Turnplatz zugewandt ist. Mögliche Passanten hätten damit freie Sicht auf das Geschehen gehabt. Ein umgeworfener Blumenkübel und ein roter Kleinkinderstuhl liegen dort, außer weiteren Pflanzen sonst nichts weiter. „Jedenfalls nichts, worauf man sitzen kِönnte“, sagt Hintermeier. Eine Sitzgruppe steht ordentlich beisammen auf einer weiteren Terrasse neben dem Haus, die dem angrenzenden Feld zugewandt ist.

    Bei der Tat: Lübcke soll auf einem Stuhl gesessen haben. Das widerspricht Informationen, die der Hessisch/Niedersächsische Allgemeine aus gesicherter Quelle vorliegen. Danach soll Lübcke gar nicht gestanden, sondern auf einem Stuhl gesessen haben, als er von dem Schuss getroffen wurde. In sitzender Position soll er auch um 0.30 Uhr von seinem jüngeren Sohn gefunden worden sein. Auf diesem Stuhl soll er auch früher sehr oft gesessen haben.

    Die romanhafte Betonung dieses Lieblingsstuhls macht erkenntnisseitig oder kriminologisch wenig Sinn, außer man wollte darauf hinweisen, dass der Verstorbene „Meister vom Stuhl“ (also „Oberer“) einer Kasseler Bruderschaft war; was an sich nichts Ungewöhnliches in karrieristischen Höhenlagen ist, so wie Lübcke sie erreicht hatte. Aber man hätte es auch direkt sagen können.

    Die Neuausrichtung des Körpers, wohin und worauf auch immer, fand vermutlich ebenfalls durch Sohn/Sanitäter statt in den ersten 30 Minuten nach „Auffindung der Leiche“. Die Hessisch/Niedersächsische Allgemeine schreibt weiter: „Es gibt viele Ungereimtheiten in diesem Fall.“ Dass nicht klar ist, was in der ersten halben Stunde nach dem Auffinden Lübckes am Tatort tatsächlich geschehen ist, wird auch durch eine gemeinsame Pressemitteilung deutlich, die am Donnerstag von Soko und Staatsanwaltschaft herausgegeben worden ist. Darin heißt es: „In dem in Frage stehenden Zeitraum, 22 Uhr bis 1 Uhr, ist das Geschehen noch nicht eindeutig klar.“ (Vergl. dazu auch auf dem Polizei-Presseportal Blaulicht: „Tötungsdelikt zum Nachteil von Herrn Regierungspräsidenten Dr. Lübcke“)
    Wie eine große Menge Blut mit der a-priori-Annahme einer „natürlichen Todesursache“ zu vereinbaren ist, erscheint rätselhaft. Außerdem bleibt laut Frankfurter Rundschau die hinter dem Putzfimmel des Sanitäters befindliche Absicht unklar. Andreas Thöne, Sprecher der Staatsanwaltschaft, erklärte, dass man dazu keine Stellungnahme abgebe.

    Auch die Umräumung des Körpers vom Tatort Vorgarten auf die Terrasse harrt einer Erklärung. Wurde die Verbringung durch Sohn und Sanitäter vorgenommen – und dafür spricht einiges –, dann hat die Familie zu erklären, warum sie wahrheitswidrig behauptet, sie habe das Familienoberhaupt erst auf der Terrasse gefunden.
    Dass ein außenstehender Täter Lübcke, statt zu fliehen, erst mühsam umlagerte, macht keinen Sinn. Dass sich das Opfer mit Kopfschuss auf die Terrasse schleppte, ebensowenig: Um möglichst schnell Hilfe zu bekommen, würde man eher versuchen, die Klingel zu erreichen oder an die Tür zu klopfen oder auf die Straße kriechen oder um Hilfe rufen.

    Warum man das Opfer nach hinten schleifte, ist die Frage. Möglicherweise wurde es getan, damit Lübcke nach dem Schuss nicht sofort gefunden wird, vor der Haustüre, die wahrscheinlich heller beleuchtet ist als die Rückseite. Fakt ist: Mindestens ein Familienmitglied und der beigeholte Sanitäter, ein Freund der Familie, waren für vorsätzlich beigeführte Tatortmanipulationen verantwortlich.

    Eine naheliegende und logische Erklärung ist, dass die Familie nicht wollte, dass der Verdacht auf einen gewaltsamen Tod aufkommt, weil sie sich dafür schämte. Dafür bieten sich verschiedene Szenarien an: Ein Familiendrama, ein Freitod, ein Mordanschlag durch die Organisierte Kriminalität, ein Rotlichtfall à la Mooshammer…

    *************************************************************************************************************************************************

    Der Fall Lübcke (Teil 2) – Was sollte hier versteckt werden?

    Zweiter Teil der Artikelserie „Der Fall Lübcke – Was wir wissen und was wir nie erfahren werden“ von Wolfgang Eggert.

    Der junge Unbekannte

    Die regionale Presse mutmaßt, dass eine nicht näher benannte männliche Person in dem Fall eine Rolle spielen könnte, die Walter Lübcke im Umfeld einer Kirmes, welche unweit seines Wohnhauses stattfand, getroffen haben soll. (u.a. heute-Journal, 3.6., 21.45 Uhr) Das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft wollten dazu aber auf Anfrage keine Stellung beziehen.

    Die sogenannte „Weizenkirmes“ in Wolfhagen-Istha fand vom 30. Mai bis zum 1. Juni statt. In einem Festzelt mit Bühne für Live-Auftritte von Musikbands war ein reichhaltiges Festprogramm für Groß und Klein zusammengestellt worden. Wahrscheinlich wurde, wie bei allen Kirmesveranstaltungen, trotz des offiziellen Endes am 1. Juni bis weit in die frühen Morgenstunden des 2. Juni hineingefeiert. Die Weizenkirmes Istha fand keine 60 Meter von seinem Haus entfernt statt, schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite. Nachdem sich in Foren Andeutungen sexuellen Inhalts gehäuft hatten, berichtete die Faz, dass Lübcke mit ebendiesem Mann auf der Kirmes einen Streit gehabt habe.

    Freitod

    Auch über einen Freitod wurde in diversen Foren spekuliert. Dass die Kugel oberhalb des rechten Ohrs in den Kopf eintrat, also nahe an der Schläfe, wäre ein Indiz. Sowohl Bild als auch die Fuldaer Zeitung bezeichnen Lübcke als Jäger, er dürfte daher bei sich zu Hause Schusswaffen aufbewahrt haben, darunter auch Kleinkaliber-Kurzwaffen, die zu Fangschüssen benutzt werden.

    Sein christlicher Hintergrund, auf den Lübcke nachweislich rekurrierte, steht einem Selbstmord im Prinzip entgegen. Ein Familienmitglied hätte die Waffe beim Auffinden gerade deshalb verschwinden lassen können. Auch das Bewegen der Leiche nach dem Tod würde Sinn machen, wenn man einen Selbstmord vertuschen und einen Mord inszenieren möchte.

    Die Frage einer eigenen Waffensammlung ist aber auch für einen Mord interessant, da der Täter bei seinem Besuch Zugriff nehmen konnte.

    Die Polizei macht ein Geheimnis aus diesem Thema, ohne dass dabei ermittlungstechnische Gründe („Täterwissen“) erkennbar wären. Auf einer Pressekonferenz der Polizei am 3.6. kam die Frage eines Journalisten: „Hatte der Regierungspräsident einen Waffenschein oder eine Waffe?“ Darauf die Antwort des Staatsanwalts: „Dazu möchte ich gegenwärtig keine Angaben machen“.

    ************************************************************************************************************************************************

    Der Fall Lübcke (Teil 3) – Eine Karriere im Nahfeld der Organisierten Kriminalität

    Dritter Teil der Artikelserie „Der Fall Lübcke – Was wir wissen und was wir nie erfahren werden“ von Wolfgang Eggert.

    Es gibt mögliche politische Tatmotive im Fall Lübcke, interessanterweise aber weniger solche, die „Rechte“ auf den Plan hätten rufen könnten. Der Fünfundsechzigjährige war keinesfalls DIE Hassfigur für extreme Nationalisten oder Völkische; wenn man ihn dort kannte, dann allenfalls als Fußnote, die mehr als bei einer Gelegenheit nicht Erscheinung trat. Von daher dürfte man ihn beim rechten Reizthema Umvolkung für politisch einflusslos gehalten haben – was in den Tatsachen enstpricht.

    Umweltaktivisten und Grüne-Energie-Produzenten, die sich über den Familienfilz im Hause Lübcke schwarz geärgert haben, dürften erheblich größer an der Zahl gewesen sein. Lübcke fiel auf ihr Territorium, hier war er einflussreich, hier dürfte er sich tatsächlich bleibende Feinde gemacht haben.
    Hessenschau.de schreibt unter der Überschrift „Mit klarer Kante trieb er Projekte voran“. Die Energiewende, die Lübcke vorantreiben wollte, sorgte bei manchen für Kritik. Es ist Aufgabe des Regierungspräsidiums, wenn irgendwo ein Windrad gebaut werden soll, die Genehmigung dafür zu erteilen. Das rief in Nord- und Osthessen immer wieder Anwohner auf den Plan. Diese protestierten zum Teil lautstark und wütend gegen den Bau neuer Windräder. Solche Konflikte gab es in Lübckes Amtszeit immer wieder.
    Das Regierungspräsidium war unter seiner Leitung an einigen umstrittenen Genehmigungsverfahren beteiligt. Dazu gehörten nicht nur Windkraftanlagen im Reinhardswald (Kassel), sondern auch laut hessenschau die Planung einer Pipeline für Salzabwässer von Ost- nach Nordhessen durch den Salz- und Düngerproduzenten K+S, die Genehmigung der Ableitung von Salzabwässern in die Werra sowie der Ausbau des Regionalflughafens Kassel-Calden.

    Als Regierungspräsident genehmigte er dem Vernehmen nach sehr „engagiert“ Windräder und dazugehörige Anlagen, auch in Naturschutzgebieten. Speziell das Windkraftprojekt im Reinhardswald in Nordhessen ist heftig umstritten. Das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands, der Märchenwald der Gebrüder Grimm, soll mit gewaltigen Schneisen für die bislang höchsten Monsteranlagen der Windkraft zerschnitten werden. Das Genehmigungsverfahren lief über Lübckes Tisch.

    Parallel dazu betreiben seine beiden Söhne als geschäftsführende Gesellschafter mehrere „Bürgerpark“ GmbHs in Windenergie und noch mehr in Solarenergie. Profitieren also direkt oder indirekt von den Entscheidungen des Vaters. Jener überdeutlich spürbare Interessenkonflikt dürfte ihn zur Zielscheibe für alle gemacht haben, die sich in Hessen beim Thema regenerative Energien übergangen, übervorteilt oder schlicht über den Tisch gezogen fühlten. Das wird eine lange, lange Liste von potenziellen Todfeinden ergeben, die abzuklären Jahre dauern könnte.
    Dies zumal Lübcke gegenüber Gegnern und Andersdenken äußerst robust und aggressiv auftreten konnte. Die nationalpatriotischen Hasskommentare kamen ja erst dadurch zustande, dass er ausgerechnet jenen Andersdenkenden zuvor in bester totalitärer Manier nahegelegt hatte, das Land zu verlassen. „Wem das nicht passt, was ich tue, der kann gerne gehen“. Mit diesem sehr eigenen Stil dürfte sich der Regierungspräsident im Verlauf eines langen Berufslebens zahlreiche Feinde gemacht haben.

    Auch die Mafia mag zuletzt auf dieser Liste gestanden haben: die im Schwarzgeld schwimmende Ehrenwerte Gesellschaft sucht bekanntlich nicht nur in Italien Investitionsgeschäfte. Glaubt man einer Google-Suche, dann scheint Kassel/Nordhessen eines ihrer Zentren in Deutschland zu sein. Und wenn man schon einmal dabei ist, empfiehlt es sich, einmal die Worte „Windparks“ und „Mafia“ in die Suchleiste einzugeben. Überraschung: Windparks sind DAS Geldwäsche-Zentralgeschäft der Nrangheta in Deutschland…
    Gewaschen werden Milliarden, die aus Drogen-, Waffen-, Rotlicht- und Wettbürogeschäften stammen. Halb- und Unterwelt, also, Organisierte Kriminalität mit zum Teil guten Netzwerkverbindungen zu Geheimdiensten. Das, was man in der Türkei als „Tiefen Staat“ bezeichnet und angeblich in Deutschland nie kannte oder hatte; das filmreife Treiben der Nazischauspieltruppe NSU, deren Erinnerungskultur nun von Politik und Presse gegen die AfD neu aufgelegt wird, lehrt anderes. Man beachte in diesem Zusammenhang, dass der Verfassungsschutzagent Andreas Temme, der die dem NSU zu Unrecht zugeschriebenen Mafiamorde ebenso höflich die rücksichtsvoll observierte, im Regierungspräsidium Lübckes unterkam. Ausgerehcnet in der Umweltabteilung, dort wo es um Wälder, Naturschutz und Regenerative Energien geht.

    Stefan Ernst, der schwere Nazijunge, der jetzt als Hauptverdächtiger im Fall Lübcke gehandelt wird, stammt aus dem gleichen Stall. Auch er ist stets zu Diensten, wenn der Staat ihn braucht, weshalb letzterer die Akten schreddert, wenn Ernst es braucht. Zuletzt erst kürzlich geschehen.
    Aus Sicht des Verfassungsschutzes ein echter Glücksfall, so wie die Dinge heute liegen. Es wäre interessant zu erfahren, wer den deutschen Schlapphüten die prekäre Lage eingebrockt hat. Die Briten als Rache für überhöhte Brexitrechnungen? Die Amerikaner als EU-Sargnagel? Die Israelis als Solidaritätsdruckmittel, für den kommenden Irankrieg?

    ***********************************************************************************************************************************************

    Der Fall Lübcke (Teil 4) – Warum die Tatort-Forensik einen rechten „Wut-Täter“ ausschließt
    Was passierte in der Nacht des 2. Juni im Haus des Regierungspräsidenten Lübcke? Unmittelbar vor dem tödlichen Schuss?

    Vierter Teil der Artikelserie „Der Fall Lübcke – Was wir wissen und was wir nie erfahren werden“ von Wolfgang Eggert.

    Bekannte berichten, dass der Politiker an diesem Abend nicht zur nahegelegenen Kirmes ging – seine Gattin und er sollen angeblich (Zufälle wie dieser sind grundsätzlich hinterfragenswert) zum ersten Mal ihr Enkelkind (vom älteren Sohn) zur Üـbernachtung im Haus gehabt haben. Während Lübckes Ehefrau und das Enkelkind, Angaben zufolge auch dessen Mutter, bald zu Bett gingen, blieb der Hausherr noch wach.

    Gelächter sei zu hören gewesen, so Anwohner – es war noch Besuch auf der Terrasse. Dass die Nachbarn das Gelächter hörten, nicht aber den späteren Schuss ist ein Rätsel – das nur erklärt werden kann, wenn dieser 1. erst gegen Mitternacht – also zur Schlafenszeit – fiel, und 2. unter Verwendung eines Schalldämpfers ausgeführt wurde.

    Interessanter noch ist die Aussage der Nachbarn laut Faz, wonach es sich bei den Gästen um „vermutlich“ gute Bekannte gehandelt habe: „Wie aus Ermittlerkreisen weiter zu hören ist, sind die Beamten derzeit damit beschäftigt, die Tage und Stunden vor dem Tod des CDU-Politikers zu rekonstruieren. So soll er zwar am Freitagabend auf der Kirmes gewesen sein, nicht aber am Samstag. An diesem Abend habe er in seinem Haus Besuch von mehreren Personen gehabt, die Nachbarn als „vermutlich gute Bekannte“ beschrieben….“ Das heißt: die Nachbarn konnten die Gäste nicht identifizieren. In einem so kleinen Ort, wo jeder jeden kennt ungewöhnlich – es waren also keine Einheimischen.

    Die Tatsache, dass die Ermittler im Dunkeln tappen, belegt ferner, dass auch die Familie, die die Ankunft der Gäste noch mitbekommen haben dürfte, nichts über die Identität der Besucher sagen konnte oder wollte. Die von Lübcke eingelassenen und bewirteten Unbekannten scheinen sich nicht bei der Polizei gemeldet zu haben, was ihren Auftritt verdächtig macht. Der Besuch soll am späteren Abend das Grundstück verlassen haben, fast alle Medien sagen „um 22.30“ (vergl. lokalo24.de), die Hessenschau spricht von 23 Uhr. Der ermittelnde Staatsanwalt wollte sich auf der Pressekonferenz der Polizei am 3.6. auf Nachfrage dazu nicht äußern.

    Eine spazierende Nachbarin soll laut landeszeitung.de Lübcke laut Aussage eines männlichen Anwohners eine Stunde vor seiner Auffindung ein letztes Mal gegen 23.30 Uhr rauchend auf seinem (Schlafzimmer-?)Balkon gesehen haben, sie hätten sich noch gegrüßt. Wenn die Sicht um 23.3o Uhr so gut war, dass man gar die Zigarette sah, dann ist eine Tat in diesem Samstagabend-Zeitfenster durchaus „mutig“ zu nennen. Jedenfalls für einen Einzeltäter.

    Bei Kirmes – so schreibt ein wacher Kommentator auf einem Diskussionsforum – „läuft alle paar Minuten ein besoffener Dorfbewohner durch die Strasse, weil er sein Haus nicht mehr wiederfindet, der Loisl aus dem Nachbarort sucht sein Auto und die Zenzi knutscht genau hinter diesem Auto mit dem Xaver – es herrscht ungeahntes Leben in den Gassen.“ Das ist richtig beobachtet. Findet das Volksfest quasi in Sichtweite des Tatorts, auf der anderen Strassenseite statt (und das war tatsächlich der Fall), muss der Mörder ständig mit Kirmesgänger, Gassigeher, Liebespärchen und Spaziergängern rechnen.

    Und er hat dabei noch in Rechnung zu stellen, daß darunter Personenschützer sind, die sich im übrigen auch als Küchenpersonal im Haus befinden können. Wo sich an diesem Wochenende tatsächlich noch einige Personen mehr aufhielten – ein mehr oder weniger wild umher streunender Naziattentäter konnte nicht wissen, WER das war; er musste aber sehen dass in der Einfahrt des Hauses verschiedene Autos parkten.

    Es gibt jede Menge mehr Fragen, Hindernisse und Gefahrenpunkte für einen einzelnen, aufs Geratewohl auftrumpfenden Amateurkiller: Würde Lübcke überhaupt noch so spät, nach 23.00 „auf“ sein? Und wenn ja: Bekommt man – angesichts der Frechheit, zu derart später Stunde unangemeldet zu klingeln – noch aufgemacht? Ist es dann der Regierungspräsident höchstselbst, der sich an die Tür bemüht oder jemand anderes, z.B. die Frau oder Kinder? Wie bekommt ein Mörder sein Anschlagsopfer gegen Mitternacht vor die Tür ohne dass er sich als Unverdächtig oder als Bekannter avisiert, z.B. per Anruf bzw. Gegensprechanlage? Woher weiss ein komplett Unbekannter, dass es an der Tür, im Haus und/oder im Garten keine Videoüberwachung gibt? Bei einem hochstehenden politischen Beamten dieser Ordnung nicht davon auszugehen oder es einfach drauf ankommen zu lassen, wäre grob fahrlässig.

    Nur Lübcke und seine Familie waren in der Lage, auf all diese Fragen Antworten zu geben, dazu vielleicht einige Freunde und Geschäftskollegen. Außerhalb dieses Zirkels konnten eigentlich nur Sicherheitsprofis, möglicherweise auch, wenn sie entsprechende Expertise mitbrachten, die Besucher dieses Abends, die meisten Punkte eruieren und mattsetzen. Keinesfalls aber unser Hauptverdächtiger, der den Typ blinder, unbekannter Eindringling darstellt.

    Mit etwas Recherche hätte er auch bei Google herausgefunden, dass Dr. Lübcke passionierter Jäger war. Und als solcher vermutlich ein routinierter und treffsicherer Schütze. Der angebräunte Täter hätte also bei einem Anschlag nicht nur die Polizei zu fürchten, sondern auch Widerstand von Lübcke selbst. Diese Überlegung müsste bei einem planenden Täter zu der Erkenntnis führen, einen Ort für einen Anschlag zu wählen, an welchem das Opfer keinen Zugriff auf seine Jagdwaffen hat. Hinzu kam, dass ein ausgebildeter Jagdhund mittlerer Grösse ein zusätzliches Risiko für den Täter darstellt.

    Noch obenauf, am Tag eines biergetränkten Weizenfests, Polizei- & Alkoholkontrollen rund um den Ort.Hat ein flüchtender Täter Pech, dann befindet sich gerade ein Funkstreifenwagen um die Ecke – d.h. des Bürgers Freunde und Helfer stehen stehen schon vor ihm, wenn er gerade das Grundstück verlässt.

    All das sagt uns: War es ein Anschlag von Außen, dann wurde dieser durch mehrere Täter vorgetragen, und zwar durch Vollprofis, die sowas nicht zum ersten mal machten. Mafia bzw. Organisierte Kriminalität kommt hier in Frage, Polizei bzw. Geheimdienste, wo man mit den entsprechenden Polizeikontrollen überwindenden Ausweisen „bewaffnet“ ist, ebenfalls. Man hat Personengruppen in Betracht zu ziehen, die über ihren Einfluss, Geld oder Kontakte sicherheitssensible Erkundigungen einziehen konnten. Leute, die die Lage an diesem Abend kannten.

    Möglicherweise rief noch einmal einer der Abendgäste an, weil er etwas liegengelassen hatte. Möglicherweise war es auch jemand anderer, der dann aber ebenfalls ein Bekannter gewesen sein muss, der sich avisieren konnte, um vorgelassen zu werden.

    Aber eines war diese Person ganz sicher nicht. Ein unbekannter Nazi.

    ************************************************************************************************************************************************

    Der Fall Lübcke (Teil 5) – Die Medien WOLLEN den NAZI-Mörder

    Fünfter Teil der Artikelserie „Der Fall Lübcke – Was wir wissen und was wir nie erfahren werden“ von Wolfgang Eggert.

    Eine der ersten Maßnahmen der Polizei im Fall Lübcke war die Verbringung der Angehörigen, weg vom Tatort, hin an einen unbekannten Platz. Sicherheitsbedenken waren für die Aktion federführend. Man fürchtete ein erneutes Zuschlagen aus dem Täterkreis.

    Das Vorgehen ist für einen „normalen“ Mordfall ungewöhnlich, jedenfalls in Deutschland. In Sizilien oder einem muslimischen Land, in dem man noch die Blutrache kennt, mag es anders sein. Möglich, dass die Polizei einen derartigen Täterhintergrund bei ihrem Vorgehen in Betracht zog: die Organisierte Kriminalität des südlichen Typs.

    Die sogenannten Qualitätsmedien und nicht wenige Vertreter der Altparteien schauten derweil in eine ganz andere Richtung. Konnte es, so hörte man aus dieser Richtung erwartungsvoll, ja fast flehentlich, konnte es nicht bitte ein RECHTES Attentat gewesen sein? Etwas NSU-mässiges, etwas braunes, das sich gegen die AfD ins Spiel führen ließ, um den drohenden Triumph der Patriotenpartei bei den Ostdeutschen Landtagswahlen zu wenden. Ein Regierungspräsident erschien da hochrangig genug. Der Name vermittelt Gewicht, klingt einzigartig, obwohl er das nicht ist. Allein Bayern zählt 7 Träger dieses Titels, Bundesweit kommt da einiges zusammen.

    Am 3.6. änderte der Hessische Rundfunk sein TV-Programm, „aus aktuellem Anlass“, wie es hieß.
    Um 20.15, also zur besten Sendezeit, wurde ein 15 minütiges Special gesendet, inklusive Ausschnitte aus der Pressekonferenz vom Tage. RTL brachte den Fall Lübcke anschließend in seinem „Nachtjournal“ als Aufmacher.
    Im Prinzip hier wie dort ein gewagtes Unterfangen: War das Ganze nicht unter Mitwisserschaft der Medien
    orchestriert wie der Fall Strache, dann konnte zu diesem Zeitpunkt im Prinzip kein Tathergang wirklich
    ausgeschlossen werden. Eifersuchtsdrama, Familientragödie, Auftragsmord… alles war möglich. Der Fall schien daher nicht zuletzt aus Pietätsgründen, der Familie gegenüber wie geschaffen bald wieder einzuschlafen.

    Hiergegen schuf nun eine kleine Troll-Armee Abhilfe, die im Namen rechten Gedankenguts im Internet Hass-Stimmung aufkommen ließ. Obwohl Lübcke auch innerhalb der rechten Szene praktisch unbekannt ist (im Prinzip zog er lediglich 2015 mit provokanten Äußerungen zur anlaufenden Umvolkung einige Wut auf sich), poppten nun allenthalben in den sozialen Netzwerken Kommentare wie „hat er verdient“ und „endlich ist er weg“ auf. Fast wie von den üblichen zensurbegeisterten Medienredaktionen bestellt. Und die sprangen auch sofort auf.

    Bereits am 4. frühmorgens brachte Tagesschau.de einen ausführlichen Bericht über die Ausfälligkeiten. Die fett gesetzten Zwischenüberschriften zeigten deutlich an, in welche Richtung man sich die Erkenntnisfindung wünscht:

    -Rechtsextreme verhöhnen Getöteten
    -Drohungen von „Reichsbürgern“
    -Morddrohungen
    -Beschimpfungen auch nach dem Tod
    -Hinweistelefon eingerichtet

    Der Schluss-Satz lautet: Videomaterial kann per E-Mail eingeschickt werden. Angesichts der Lesefaulheit vieler User ist das eine perfekte Rahmung, die in der Einleitungspassage mit dem Satz „Vor seinem Tod wurde der erschossene Walter Lübcke bedroht“ anhebt. Dass die Phrase verallgemeinernd und auch missverständlich ist, dürfte die Redaktion gewusst haben, da die Polizei Drohungen gegen Lübcke im engeren Zeitfenster seines Todes stets negierte.

    Dem Autoren des Berichts war das offenkundig egal. Kunststück, ist er doch, laut Wikipedia auf die Gebiete Desinformation, Fake News und Rechtsextremismus spezialisiert. Sein Name: Patrick Gensing,
    Leiter des tagesschau.de-Onlineportals faktenfinder. Bereits 3 Stunden nach Gensings Meisterstück, also immer noch am 4. Juni brachte RTL mittags im Format „Punkt12“ einen eigenen Fortsetzungs-Bericht zum gleichen Thema.

    Vice und die Frankfurter Rundschau (inzwischen mit deutlicher Spitze gegen die AfD) hängten sich noch am gleichen Tag an. Ebenfalls die Faz, die auf Seite 1 fragte „Wie kann man so verroht sein, einen Politiker, einen Menschen, noch im Tod nicht nur zu verhöhnen, sondern ein schweres Verbrechen auch noch zum Anlass für weitere Drohungen zu nehmen?“ Der Titel des Artikels lautet „Hehler der Hetzer“ – was das Plädoyer für Zensur erahnen lässt. O-Ton Faz: „Solche Hetze darf nicht ohne Folgen bleiben. Nicht nur für die Täter. Ohne Plattformen wie Youtube und Facebook wären sie kaum wahrnehmbar.“

    Nur zwei Tage später, also am 6.6., fanden bereits wegen der Hasspostings gegen Lübcke quer durch Deutschland, in sage und schreibe 13 Bundesländern, Razzien mit Hausdurchsuchungen statt. Das maßlose Aufblasen der Trolltruppe, an welche sich der eine oder andere echte Rechte nach dem 2. Bier durchaus angehängt haben wird, hatte nun einen interessanten, immer wieder zu beobachtenden Nebeneffekt. Dem Opfer des Zeter und Mordio wurde – weil die Auswürfe von Rechts, also dem Bösen schlechthin kamen, ein Heiligenschein zuteil – post mortem.

    Am 6.6. wurde die Tage später anstehende Trauerfeier für den Lokalpolitiker bereits als Staatsakt angekündigt. Bei dem Trauergottesdienst werden, so die hessische Regierungssprecherin, Polizei und Bundeswehr eine Ehrenwache am Sarg halten. Außerdem werde der Sarg mit der Hessen-Fahne bedeckt. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Martin Hein, werden sprechen.

    Diese Entwicklung hätte zweifelsohne früher oder später zur Seligsprechung Lübckes und der Aufstellung
    öffentlicher Pranger für AfD-Politiker nebst Familienanhang geführt. Doch dann kam, am 8. Juni, eine Entscheidung dazwischen, die einem Leiter der Soko Lübcke einen unangenehmen Karriereknick beschert haben mag: Es war die Entscheidung Zugriffe vorzunehmen, die nachgewiesenermaßen NICHTS mit Rechts zu tun hatten.

    An diesem 8. marschierte ein Sondereinsatzkommando in vollster Kriegsbewaffnung vor einer Fähre auf, die gerade zur Nordseeinsel Wangerooge ablegen wollte. Während am Himmel ein Hubschrauber kreiste hatten alle Passagiere das Schiff zu verlassen. 3 Personen wurden festgesetzt.

    Erst 48 Stunden später berichteten einige Zeitungen über den Vorfall. Als Motiv für den Einsatz wurden zwei sich mischende Gerüchte genannt.

    1.: Der Einsatz galt mindestens einem Verdächtigen im Fall Lübcke.
    2.: Es war ein Zugriff gegen 3 flüchtige RAF-Terroristen.

    Dass an 2. etwas dran war, belegt der maximale Aufwand, mit dem der Zugriff betrieben wurde. Andererseits fragt man sich, wie die letzten Versprengten der Roten Armee Fraktion, die sich seit Jahrzehnten nurmehr mit Banküberfällen über Wasser halten, in den Lübcke-Fall passen. Natürlich fällt auf, dass der Regierungspräsident am 2. Juni starb, ein Datum, das der terroristischen „Bewegung 2. Juni“ den Namen verlieh, deren Mitglieder bei der Auflösung größerenteils zur RAF überwechselten.

    Dass linke (und in Südamerika auch rechte) Terroristen sich bis in die 1990er Jahren hinein von Geheimdiensten und dem tiefen Staat regelrecht „mieten“ ließen, ist bekannt. Die drei Mitglieder des unter diesem Namen nie operierenden Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) fallen in die gleiche Kategorie, auch wenn sie terroristisch nie aktiv wurden.

    Ein Sprecher des LKA Niedersachsen schloss laut Faz und n-tv die Gerüchteküche, wonach es sich bei den auf der Fähre festgenommenen Personen um die drei gesuchten RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette handelte. Wen man sich anstelle dessen gegriffen hatte, wollte die Polizei aber nicht sagen. Bild meldete mit erheblicher Verzögerung, dass auf der Fähre der putzwütige Sanitäter aus dem Fall Lübcke verhaftet worden war, zusammen mit seinen Eltern. Laut Bild hatte er ein „merkwürdiges Nachtatverhalten“ gezeigt. Die Ermittler hatten demnach die Befürchtung, der Verdächtige könne eine mögliche Tatwaffe auf der Fähre ins Meer werfen (vergl. Focus.de).

    Die Festsetzung des Sanitäters war tatsächlich am Tag des Hafenzugriffs (also am 8.) berichtet worden – allerdings erwähnte keine Zeitung, wo und wie der Mann verhaftet worden war. Zeitungen meldeten eher nüchtern eine „Festnahme im Fall Walter Lübcke“. Der Verdächtige, so hieß es, solle „in privater Beziehung zum getöteten Kasseler Regierungspräsidenten gestanden haben.“ Nach Informationen der Faz soll es sich um einen jüngeren Mann handeln. Der Mann wurde am Samstagnachmittag umfassend vernommen. …

    Auf die Spur des Mannes war die Polizei durch die umfangreiche Auswertung privater Daten des Getöteten gekommen. Dazu zählte dem Vernehmen nach auch die Auswertung seines Mobiltelefons. Offenbar gab es aber darüber hinaus auch andere Anhaltspunkte, die die Ermittler veranlassten, den Mann unter dringendem Tatverdacht festzunehmen. Aus Ermittlerkreisen war zu hören, man sei sich sicher, den Täter identifiziert zu haben. Die Staatsanwaltschaft war laut faz.net für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

    Der Tagesspiegel erfuhr noch, dass der Verhaftete und Lübcke sich gestritten hatten; wahrscheinlich war er also der junge Mann, mit dem der Verstobene Augenzeugenberichten zufolge am Tag vor seinem Tod auf der Kirmes aneinander geraten war. Warum Lübckes Sohn dann gerade ihn nach Auffinden der Leiche anrief und um Hilfe bat, erscheint sonderbar.

    Der Bosnier soll noch vor dem Eintreffen der Polizei versucht haben, Blutspuren auf der Terrasse des Einfamilienhauses mit einem Felgenreiniger verschwinden zu lassen (vergl. hessenschau.de und t-online.de)
    Ob Zufall oder nicht, Felgenreiniger ist eine der wenigen Substanzen, mit denen man DNA-Spurenmaterial zuverlässig vernichten kann. Die Bewegtbildmedien blendeten den Fahndungserfolg völlig aus. So als wüssten sie, dass er nicht von Dauer sein würde, während die Kollegen der schreibenden Zunft die Ermittlungsbehörden offensichtlich alle mit der gleichen Frage bestürmten: ob denn nicht doch ein rechtes Motiv in dem Fall erkennbar sei? Mit enttäuschendem Ergebnis.

    Im Tagesspiegel vom 08.06.2019 liest man um 20:36: wie die Zeitung aus Sicherheitskreisen erfuhr, ist „bisher kein rechtes Motiv zu erkennen“. Die Ermittler hätten „über Hessen hinaus geprüft“, ob es einen politischen Hintergrund für die Tat geben könnte. Dafür habe man bisher allerdings keine Anzeichen gefunden. Die Süddeutsche hat ebenfalls kein Glück. In der Nacht zum 9.6. zitiert sie einen Sprecher der Polizei in Kassel. Eine Beziehung zu rechtsextremen Kreisen bestehe in dieser Sache nicht, hieß es.

    Nun beginnt aber bereits das Rückrudern der Ermittler. Der Verdächtige, noch vor wenigen Stunden triumphierend als der Mörder verkauft, gerät nun zum Zeugen. „Es ist Vorsicht geboten, wir erhoffen uns Informationen von dem Mann“, sagte der Polizeisprecher. Wie die Süddeutsche am 9. um kurz nach 6 meldet, wurde er noch in derselben Nacht entlassen. Sicher scheinen sich die Behörden bei diesem Vorgehen allerdings nicht zu sein. „Inoffiziell ist zu hören, die Rolle des Mannes sei noch immer nicht hinreichend geklärt“ meldet die Faz. „Es gebe gewisse Verdachtsmomente.“

    ***********************************************************************************************************************************************

    Der Fall Lübcke (Teil 6) – Alles wie NSU: Tiefstaat, Nazischauspieler, keine Beweise

    6. Teil der Artikelserie „Der Fall Lübcke – Was wir wissen und was wir nie erfahren werden“ von Wolfgang Eggert.

    Brechen wir den kriminalistischen Erfolg im Fall Lübcke einmal auf die Täter-Beweise herunter, dann sieht die Sache überraschend dürftig aus.

    Es gibt keine Augenzeugen, keine Fingerabdrücke, kein Geständnis, keine Tatwaffe…. Nur eine DNA-Spur, sonst nichts. Als Beweis ist das wenig, … und wackelig.

    „DNA – na klar“, scherzen Kriminologen gern. Falsche Haaranalysen beim FBI hatten in der Vergangenheit zu mehreren Hundert falschen Urteilen geführt konnte man vor Jahr und Tag in der Süddeutschen Zeitung erfahren. In der Theorie wirkten DNA-Tests bestechend und überzeugend. Trotzdem, so lautet die Conclusio: Praktisch sind viele Fehler möglich. Der Artikel steht unter der Überschrift „Wattestäbchen, die lügen“.

    Dass bei Tatnachweisen gegen „Rechte“ und „Nazis“ besonders gern gelogen wird, illustriert am eindrucksvollsten die Tiefstaatverdächtige Dönermordserie der 2000er Jahre, die nach Selbstmordung der Sündenböcke dem sagenhaften NSU zur Last gelegt wurde. Die Beweislage rund um diese Taten und die vermeintlichen Mordbuben war und ist ebenso schwach wie jene im Fall Lübcke. Wobei es zwei aussagekräftige Spuren gab, zwei glasklare, DNA eben.

    Einmal fand sich DNA vom Nazi-Trio an der Leiche des entführten Mädchens „Peggy“ – der deutsche Maddie-McCann-Fall, der jahrelang für Schlagzeilen gesorgt hatte. Nach Langem hin und her musste der Beweis zähneknirschend zurückgezogen werden: Scheinbar hatten die Ermittlungsbehörden zur Tatortaufnahme im Fall Peggy aus der Asservatenkammer einen Zollstocks mitgenommen, mit dem auch bei den NSU´lern Mass genommen worden war.

    Doppelt peinlich (weil das Nazi-Kleeblatt entlastend) stellte sich der Nachweis bei einer anderen Tat dar: Dem Fall Michele Kiesewetter, eine im rechten Milieu eingesetzten Polizistin mit Verbindung zum Ku Klux Klan, die am Rande einer Geheimdienstbetreuten, OK-verdächtigen Geldwäscheaktion in Heilbronn quasi exekutiert worden war. Hier ergab die DNA-Prüfung, dass eine bis dahin nie ermittlerisch in Erscheinung getretene Frau die Täterin sein „musste“. Etliche weitere Verbrechen schienen ebenfalls auf das Konto dieses Phantoms zu gehen. Am Ende stellte sich heraus, dass man in allen Fällen die DNA einer Sachbearbeiterin gefunden hatte, welche die Wattestäbchen verpackte, mit denen der Abstrich für DNA-Analysen vorgenommen wird.

    Die Süddeutsche schreibt hierzu: Die Phantomaffäre ist bislang der spektakulärste Fall, bei dem auch in Deutschland Zweifel aufkamen, ob der „genetische Fingerabdruck“ wirklich so hundertprozentig zuverlässig ist. Viele Ermittler gingen von der Devise aus: „DNA – na klar“, scherzen Kriminologen gern. (…) Hermann Schmitter, der beim Bundeskriminalamt die „Gendatenbank“ – amtlich heißt sie DNA-Analyse-Datei – mitaufgebaut hat, pflegte seine Kollegen zu warnen: „Eine DNA-Spur belegt nur, dass sie von einem bestimmten Träger stammt. Sie verrät nichts darüber, wie sie an den Tatort gekommen ist.“

    Taucht sie bei Nazis, die als V-Leute mit Geheimdiensten zusammenarbeiten, auf, sollte man doppelt vorsichtig sein. Vor allem wenn noch verdachtsweise die „Organisierte Kriminalität“ mit in den Fall hineinspielt. All das traf beim Großplot NSU zu, all das finden wir nun wieder im Fall Lübcke neu aufgelegt.

    Ist Stephan E(rnst) der Mörder von Lübcke?

    Und, was ebenfalls zu beachten wäre: solange man dem mutmasslichen Täter die Tat nicht nachweisen kann, gilt für ihn auch die Unschuldsvermutung… Dennoch fallen Medien schamlos über Stephan E. her, veröffentlichen den vollen Namen, zeigen sein Gesicht. Die Vorverurteilung ist komplett. Allenthalben wird zum fröhlichen Halali geblasen, offensichtliche Ungereimtheiten im Fall bleiben außen vor. Es gilt als NoGo, Entlastendes bei „Rechten“ auch nur in Erwägung zu ziehen. Obwohl es da genügend gibt:

    Stephan E. hat Haus, Frau, Kinder, Arbeit – mit einem „Jederzeit bereit für Knast und eine tödliche Kugel“- Leben, also der typischen Terroristenvita hat das so gar nichts zu tun. Der Aufbau dieser bürgerlichen Existenz begann vor 10 Jahren. Und seitdem hatte sich E. auch nichts mehr zu schulden kommen lassen. Zum Fall Lübcke weist außer der DNA-Spur nichts. Bislang konnte E. keine Tatplanung nachgewiesen werden, die sorgfältige Hausdurchsuchung bei ihm erbrachte keine belastenden Funde, ein Geständnis liegt gleich gar nicht vor.

    Dem für den Freitag und die junge Welt schreibenden Kriminologen Wolf Wetzel, fällt noch mehr auf.
    Ihn wundere es, so der Experte zum NSU-Fall bei einem Interviewtermin mit SputnikNews, was Medien im Fall Lübcke verschweigen: „Zweifelhafte“ DNA und fehlendes Video. das bislang weder Behörden noch Medien die Videoüberwachung des Wohnhauses vom ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) im hessischen Wolfhagen-Istha thematisieren. „Das Opfer war die dritthöchste politische Person in Hessen.
    Journalisten, Polizeibeamte und Staatsanwälte wissen, dass gewisse Sicherheitsvorkehrungen für solche Personen gelten. Warum sagt die Staatsanwaltschaft nicht, was die Videoüberwachung ergeben hat? Warum fragen Journalisten nicht nach, was mit der Videoüberwachung ist? Ich finde es sehr auffällig, dass bis heute darüber nicht wirklich gesprochen wird.“

    „Das wird ein zweites Desaster“, sagte Wetzel für die laufenden Ermittlungen voraus. „Der Zufall will es, dass dieses Mordgeschehen nach Kassel zurückkommt. 2006 war der letzte Mord in Kassel, der dem NSU zugeschrieben wurde.“ Zum damaligen Zeitpunkt habe sich der Mitarbeiter des Verfassungsschutzes, Andreas Temme (auch „Klein-Adolf“ genannt), in einem Kasseler Internet-Café aufgehalten. Das war der Tatort.

    Kassel: Die kleine Nazischauspieler-Welt des Verfassungsschutzes

    Temme verschwieg seine Anwesenheit gegenüber den Ermittlungsbehörden und konnte erst später durch die Verlaufsprotokolle seiner Internet-Nutzung als Zeuge ausfindig gemacht werden. Vor Gericht leugnete er, etwas von der Ermordung Halit Yozgats mitbekommen zu haben. Die Aussagen waren widersprüchlich und unglaubwürdig. Seine wirkliche Rolle, die bis zu einem staatlichen Mord im OK-Milieu (sogar durch Temme selbst) reichen mag, ist bis heute nicht aufgeklärt. Obwohl er im Münchener NSU-Prozess und von parlamentarischen Untersuchungsausschüssen als Zeuge vernommen wurde,

    • weigerte sich – BITTE MERKEN! – der damalige hessische Innenminister und heutige Ministerpräsident Volker Bouffier (ein persönlicher Freund Lübckes), ihm eine umfassende Aussagegenehmigung zu erteilen.
    Nach dem Bekanntwerden seiner dubiosen Rolle im Mordfall Yozgat wechselte Temme, der beim Verfassungsschutz für Informanten aus der rechten Szene zuständig war, seinen Arbeitsplatz.

    • Er arbeitet – AUCH DAS BITTE MERKEN! – seither im Regierungspräsidium von Kassel, der Behörde, welcher der ermordete Walter Lübcke vorstand.

    • Und – NOCHMAL MERKEN! – Temme hatte einen Nazidarsteller als V-Mann geführt: Benjamin G(ärtner). Weil Temme kurz vor den tödlichen Schüssen auf Halit Yozgat mit Benjamin G. telefoniert hatte, musste jener 2016 als Zeuge vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des hessischen Landtags aussagen. Wobei er sich bei einer „Gefährdereinschätzung“ auf Nachfrage des linken Abgeordneten Schaus als Kumpel Stephan E.´s outete.
    Über Stephan E. gibt es nun, angesichts seiner früheren Nazi-Vita sollte das nicht überraschen, ein ganzes Konvolut Akten bei der politischen Polizei. Gibt oder gab. Ganz sicher ist das nicht. Die Behörden WOLLEN sie nicht zeigen (Landesamt für Verfassungsschutz: „Akten sind ausgelagert und gesperrt“), Beobachter sagen, sie KÖNNEN sie nicht zeigen, weil die Dokumente wie tonnenweise Material im NSU-Fall geschreddert wurden. So verfahren die Geheimdienste gewöhnlich, wenn sie selbst belastet sind. Im Fall von politischem und religiösen Extremismus betreffen die Anordnungen fast durchlaufend V-Leute. Auch Stephan E. scheint nach Lage der Dinge ein Staats-Angestellter zu sein. Womit sich die Frage erhebt, wer unter den in Funk und Fernsehen vorgeführten Nazis überhaupt noch ECHT ist bzw. jemals echt war?!

    Temmes Schnüffelnazi Benjamin G., der gute Bekannte unseres Lübcke-Tatverdächtigen, wurde nun, ebenfalls aktuell, von der Bild– Zeitung aufgespürt und zu Stephan Ernst befragt. Lesern dieser Artrikelserie wird seine Einschätzung nicht unbedingt überraschen: G. traut E. den Lübcke-Mord nicht zu. Gut, aber wer war´s dann? Antwort: „Da müssen höhere Mächte im Spiel gewesen sein“

    Gefällt 2 Personen

  2. In dem Zusammenhang interessant, Danisch nennt es, Bolschewikipedia nicht: Der Begriff „Felgenreiniger“ hat zwei Bedeutungen, einmal eine scharfe Substanz, welche z.B. Teer, Bitumen, Bärendreck usw. löst, zum anderen aber ein Gerät, mit dem man ob des langen Stiels sich das lästige Bücken, z.B. beim Felgenreinigen, spart.
    Wie immer bei solchen Gelegenheiten: Zu spekulieren ist müßig, absolut (sic) sicher aber ist, daß es mit der offiziellen Darstellung nichts ist.
    Nicht absolut, aber doch so ziemlich sicher bin ich darüber, daß der angebliche Täter als NSU-Butzemann aufgebaut wird, und, nachdem Beate Zschäpe lebenslänglich gefaßt hat, ist er wohl nicht eben zu beneiden.
    Wie gesagt, und eingestanden, ich drehe im Moment völlig frei, trotz besserer Einsicht.
    P.S. Unangenehm war die Begeisterung auf PI wahrzunehmen, wie sich die Gemeinde der Erwachten auf die erste Variante (offiziell gar nicht so benannt) geworfen hat, es wäre ein feiler Lustknabe gewesen.

    Gefällt mir

  3. Recht mürrisch machen mich zwei Ding‘: Die engleutsche Dummphrase „macht (keinen) Sinn“, und die pseudogeistreiche Verniedlichung dieses eklen Gesockses als „Schlapphüte“.

    Gefällt mir

  4. Was trotz unzähliger Beispiele im In-und Ausland so schwer zu begreifen ist ist, dass die Geheimdienste, Militär, Polizei und Justiz ebenso Agenten des Wandels, des „Reime Change“ sind, wie Politik, Konzerne und Medien.
    Als behäbige Behörden müssen sie hier und da auf Trapp gebracht werden, man erfasst ja in riesigen Apparaten ( ebenso wie in Bevölkerungen) nicht jedes Teilchen gleichzeitig und kann nicht so offen säubern wie in der SU , aber Ereignis um Ereignis wird die Einbindung tiefer und breiter.
    Ich stelle mir das wie die fortgesetzten Bewegungen einer Harke vor, die mal in diese, mal in jene Richtung ausgeführt werden und die sich zwar innerhalb der Nationen zeigen, aber global als große, ständige Bewegung zu verstehen sind.

    Wenn man vom „tiefen Staat“ redet, muss man an einen globalen tiefen Staat denken, an einen globalen Überstaat eigentlich.

    Ereignisse zu hinterfragen ist jedenfalls notwendig. Denken wir mal an den Alt Right Schwachsinn in Charlottesville. Das war ja auch so ein “ tiefer Staat“ Ereignis zum Zweck der “ disruptiven Veränderung“. Der organisierte öffentliche Diskurs wird auf unterschiedlichen Seiten auf Siedetemperatur gebracht und ein Überkochen organisiert und dann müssen Lösungen her.

    Mit diesem Unite the Right Spektakel befassten sich unterschiedliche You Tuber (Blogger) und hinterfragten unterschiedliche Aspekte der Konstruktion. Es als Konstruktion , als nach und nach aufgebautes Spiel zu erkennen ist erst mal das Wichtigste.

    Ich muss mir das eigentlich näher ansehen – ein You Tuber der“ alten“ Linken, der zu Charlottesville gearbeitet hat, scheint gerade, gemeinsam mit bekannten „Wahrheitsgrößen“ ein Verfahren am Hals zu haben, weil er das Drum und Dran des Ereignisses hinterfragt hat.

    Eggert erwähnt in seinem Artikel die Trollarmee und das ist super wichtig. Hier in diesem Fall ist es also durchaus möglich, dass ein Mafiamord erneut als Gelegenheit aufgegriffen und ausgeschlachtet wird. Die Trollarmee ( das wurde ja extrem hoch gehängt, Eklelbegriffe ohne Ende) ist vermutlich Teil der Konstruktion aber diese Trolle, so unecht sie sein mögen, sind real in eine, ich nenne PI nur als Beispiel, Brüllkultur eingebettet, die ich für absichtsvoll herangezogen halte und die so als „realer Hintergrund“ für die Trollarmee bereit gestellt wurde.
    Pi treibt die Leute ja dazu an sich unentwegt „höflich“ zu beschweren und sorgt immer dafür, dass die Siedetemperatur erreicht wird, die dann weniger höfliche Wutmails nach sich zieht.

    Diese Chebli Person scheint auf der „anderen Seite“ hauptsächlich die Aufgabe zu haben, den Topf unablässig überkochen zu lassen und das klappt ja auch ganz wunderbar. Den dazu gehörenden deutschen Twitter Müll kenne ich nicht aber mir reicht die Idiotie der Welt online Kommentare um mir die Twitterkriege vorstellen zu können. Ohne Twitters eingebaute Eigenschaft jeden Mist eskalieren zu lassen, wäre dem System ne Menge gar nicht möglich geworden. Dieses „in their Face“ Konzept wurde unter Obama auf die politische Bühne gehoben und ist seither auch bei uns zur „Kultur“ gemacht worden.

    In den USA haben wir die noch drastischere Erziehung zum Brüllaffen durch Andrew Anglin gesehen. Dort muss sogar noch heftiger vorgegangen werden, denn sie haben ja immer noch auf dem Papier die uneingeschränkte Meinungsfreiheit. Er musste also weite Teile der systemkritischen Argumentation so abstoßend verzerren wie nur möglich. Und das ist das Auffällige – es wurden und werden dort genau die Leute verfolgt, zensiert und isoliert, die die Ereigniskonstruktionen hinterfragen.

    Bei uns können bereits die Regeln des Rates für Toleranz und Versöhnung ( da saß ja einer der russischen (!) oh weh, (((Oligarchen))) drin ) strafrechtlich angewendet werden. In den USA müssen die Einschnitte noch durch sehr robuste Ereignisse vorbereitet und begründet werden.
    Es ist aber eine Harke, die mal zeitversetzt, mal gleichzeitig aber ohne Unterbrechung durch Völker und Nationen gezogen wird. Als Kriege, als Gewalt Ereignisse oder als Twitterkriege.

    Der Überstaat versorgte gerade erst die Klimademonstranten, die sich am Boden eifrig mit der Polizei anlegten durch ebendiese Polizei mit Lebensmitteln und so deutlich das auch ist, die Demonstranten werden es doch nicht kapieren, weil auch sie auf Siedetemperatur gehalten werden. Man denkt immer, das passiert nur den Anderen, den Schwarzen bei BLM, den Moslems, den Linken – es ist viel schwerer zu sehen, wenn es die scheinbar eigene Seite trifft.

    Salafisten, Isis, Terror Ereignisse – Islamophobe. NSU und Antifa. Feminismus, Femen und Antifeminismus, „White Sharia“. Klimaaktivisten und Klimaleugner. USA gegen Russland. Mal werden die Zinken nach links, mal nach rechts, Kreuz und Quer durch den Boden gezogen. Was man wirklich wissen kann, bei allem was man nicht wissen kann ist, dass sie nicht aufhören werden, so lange die Konstruktionen nicht radikal hinterfragt und in ihrer Künstlichkeit erkannt werden. Natürlich haben wir als Volk so was wie eine eigene Seite aber wenn man es im größeren Bild betrachtet, dann haben nahezu alle Völker eine gemeinsame Seite und einen echten Gegner. Eine Harke, die unterschiedliche Ereignisse und Prozesse in Gang setzt, deren innere Verbindung nicht so leicht zu sehen ist, weil im kleineren Bild so viele Seiten geschaffen werden.

    Gefällt 1 Person

  5. @hildesvin:

    Was dich mürrisch macht, dürften viele für Bagatellen halten, aber dessen ungeachtet möchte ich zu Wolfgang Eggert das sehr praktische Kürzel anbringen, das Luftpost im Zusammenhang mit Andreas Popp vorgeschlagen hat:

    Ii – Qkd (Information interessant, Quelle kritisch durchleuchten)

    Ich will gar nicht darauf eingehen, was mich an Wolfgang Eggert misstrauisch macht, das ist ein Sammelsurium an Puzzlesteinchen und führt hier zu weit, nur den Hinweis anbringen, dass es nicht nichts ist!

    Wie auch immer: Auch kontrollierte oder anderweitig unehrliche Opposition muss gute und richtige Sachen bringen und tut das auch. Und diese Analyse des Mordfalls halte ich dafür. Mit der Einschränkung, dass ich kaum MSM dazu gelesen habe und daher die Richtigkeit der Fakten, die er aus ihnen entnimmt, nicht beurteilten kann. Aber dass er in einem so leicht überprüfbaren Punkt lügt, halte ich für sehr unwahrscheinlich.

    Interessant finde ich, dass auch Eggert die Möglichkeit eines Freitods anspricht. Das war der Gedanke, der mir beim ersten Lesen des ersten Satzes aus dem Wikipedia-Abschnitt Ermittlungen in den Kopf geschossen ist:

    Weil die Polizei keine Tatwaffe bei Lübcke fand, schloss sie einen Suizid aus und nahm ein Tötungsdelikt an.

    Das ist nun wirklich eine saublöde Begründung für den Ausschluss eines Suizids, vor allem wenn man weiß, dass Angehörige und Bekannte den Tatort verändert haben und dass das Opfer Jäger war. Das Motiv „Pflege der christlichen Außendarstellung“, das Eggert für die Vertuschung eines Suizids vermutet, ist mir nicht eingefallen, dafür aber ein wesentlich überzeugenderes: Lebensversicherung!

    Dieser Sanitäter hielt sich mindestens 20 Minuten vor Verständigung beziehungsweise Eintreffen des offiziellen Krankenwagens (01.00) auf dem Grundstück Lübckes auf und nahm „Manipulationen“ vor, die den Vorfall als natürlichen Tod erscheinen ließen.

    Wie kann ein Sanitäter glauben, der Arzt, der den Totenschein ausstellt, würde ein Loch im Kopf übersehen? Das glauben ja nicht einmal medizinische Laien. Dazu, wegen der Versicherung einen Selbstmord als Mord darzustellen, bedarf es meiner Ansicht nach nicht allzu viel krimineller Energie, auf jeden Fall deutlich weniger als bei einem Mordfall am Tatort rumzupfuschen.

    @Luftipost: Auf deine sehr interessanten Überlegungen möchte ich später eingehen. Keine Zeit mehr im Moment!

    Gefällt mir

  6. @nuada
    Als fast immer (@Lucifex – danke fürs Freischalten) stiller Leser habe ich mich sehr gefreut das es nun einen eigenen Blog gibt.

    @Luftpost

    Vielleicht ist das schon bekannt und ein alter Hut aber 2011 hat auf godlikeproductions ein sich selbst als Elite Mitglied bezeichnendes Forumsmitglied ausführlich geplaudert. Es ist sehr interessant und ob echt oder nicht, vieles was Luftpost schreibt wird hier ebenso angesprochen.

    https://godlike.com/forum1/message1475710/

    Er beschreibt zum Beispiel wie er in einem AntiZionisten Forum schreibt um zu testen wo die ProZionisten stehen.

    Kann, wenn gewünscht, ein PDF der Fragen/Antworten hochladen, der besseren Lesbarkeit wegen.

    Mit dankbaren Gruß.

    Gefällt mir

  7. Ich will gar nicht darauf eingehen, was mich an Wolfgang Eggert misstrauisch macht, das ist ein Sammelsurium an Puzzlesteinchen und führt hier zu weit, nur den Hinweis anbringen, dass es nicht nichts ist!

    Ich denke, gerade DAS würde nun allerdings einige Leser sehr interessieren …

    Gefällt mir

  8. @Crest:

    Ich denke, gerade DAS würde nun allerdings einige Leser sehr interessieren …

    Ich kann nichts davon beweisen, zum Beispiel hat er früher bei Compact kommentiert und das waren unzweifelhaft mindestens zwei Personen (Stil, Intelligenz und Rechtschreibefähigkeit sehr unterschiedlich), wir haben das damals auf dem alten Blog beobachtet und fanden es merkwürdig. Deshalb nur die Warnung an jeden, selber wachsam zu sein – aber das sind die Leser vermutlich ohnehin. Die Analyse dieses Mordfalls finde ich aber uneingeschränkt sehr gut, so weit ich das beurteilen kann.

    DAS ging jetzt aber schnell: Mordfall Lübcke gelöst – Täter hat gestanden…

    Ich glaub’s trotzdem nicht!
    Es deutet aber daraufhin, dass es sich bei Stephan E. um einen VS-Mitarbeiter handelt, der hinterher eine neue Identität bekommt. Man darf allerdings auf die Gerichtsverhandlung gespannt sein.

    @lerntschreiben:

    Kann, wenn gewünscht, ein PDF der Fragen/Antworten hochladen, der besseren Lesbarkeit wegen.

    Das wäre großartig. Der Zugriff auf den Link ist nämlich ohne Mitgliedschaft (was immer das ist) leider nicht möglich.

    @Luftpost:

    Was trotz unzähliger Beispiele im In-und Ausland so schwer zu begreifen ist ist, dass die Geheimdienste, Militär, Polizei und Justiz ebenso Agenten des Wandels, des „Reime Change“ sind, wie Politik, Konzerne und Medien.

    Ja, das fällt auch mir schwer und ich habe schon oft gerätselt, wie das in der Praxis abläuft, insbesondere bei der Polizei. Das sind mit Sicherheit nicht alles Verschwörer. Das sind die Medienschaffenden zwar auch nicht, aber sie haben eine andere Aufgabe, sie müssen nur ihre Meinung der herrschenden PC anpassen, das ist recht einfach und oft ist das wohl auch ihre ehrliche Überzeugung. Beweise in einem Mordfall unter den Teppich zu kehren oder welche zu fälschen, ist ein anderes Kaliber.

    Nicht selten ist es ja auch so, dass die ursprünglich mit der Aufklärung betraute lokale Polizei in eine ganz andere Richtung ermittelt (so auch hier) und dann der Fall von einer höheren Instanz (BKA, Generalbundesanwalt) an sich gezogen wird. Wahrscheinlich braucht es nur sehr wenige eingeweihte Beamte, der Rest ermittelt „richtig“ aufgrund falscher Beweise, wodurch dann natürlich falsche Ergebnisse rauskommen.

    Diese Chebli Person scheint auf der „anderen Seite“ hauptsächlich die Aufgabe zu haben, den Topf unablässig überkochen zu lassen und das klappt ja auch ganz wunderbar.

    Allerdings. Und ich könnte mir sogar vorstellen, dass die das freiwillig und unwissentlich macht. „Wenn der Bettelmann aufs Ross kommt, dann reitet er.“ Das ist natürlich im Grunde bei fast allen demokratischen Politikern mehr oder weniger der Fall, aber bei ihr ist es besonders auffällig, weil sie die Dummfrechheit und den grenzenlosen Hochmut orientalischer Frauen mitbringt.

    PI nur als Beispiel, Brüllkultur eingebettet, die ich für absichtsvoll herangezogen halte und die so als „realer Hintergrund“ für die Trollarmee bereit gestellt wurde.

    Es ist sehr schwierig, die echten Brüllaffen von der Trollarmee zu unterscheiden. Ich habe immer mal wieder, wenn E-Mail-Adressen von Aufreger-Personen eingeblendet waren, versucht zu schreiben: „Lasst es bleiben!“ Aber das ist natürlich hoffnungslos.

    Was mir aber wirklich auffällt, ist, wie sehr sie auch die honorige, brave und ganz und gar nicht brüllaffige AfD mit der Geschichte in Verbindung bringen. Ich glaube keine Sekunde, dass eine Vernichtung oder ein Verbot der AfD geplant ist. Ich vermute, es ist eher Druck zu internen Säuberungen.

    Gefällt mir

  9. @Nuada,
    „Ja, das fällt auch mir schwer und ich habe schon oft gerätselt, wie das in der Praxis abläuft, insbesondere bei der Polizei. Das sind mit Sicherheit nicht alles Verschwörer.“

    Eine sehr gut nachvollziehbare Erklärung hab ich in einem Artikel zu der Neuseeland Sache gelesen. Es ging um die Kontrolle der Geheimdienste.
    Das Ziel ist, alle wichtigen Stellen wenn nicht mit eigenen, dann mit Leuten zu besetzen, deren IQ etwas unter dem für die Tätigkeit erforderlichen liegt. So zappeln sie sich wie Nichtschwimmer im Becken ab, sobald sie in tieferes Wasser geraten und brauchen Führung von oben, um nicht unterzugehen.

    Alle hierarchischen Organisationen kann man aber so, ganz unsichtbar „organisch“, in den Griff bekommen. Intelligent genug die Aufgabe , die vor ihren Augen liegt zu erfüllen, aber nicht intelligent genug, zu begreifen was im größeren Rahmen gespielt wird. Dabei immer überfordert.
    Das graduelle Modell der Unterwanderung lässt sich an der katholischen Kirche sehen. Der Prozess ist auf mehrere Jahrzehnte ausgelegt und der Generationenwechsel ist eingearbeitet.

    Ereignisse wiederum eröffnen die Möglichkeit für Umstrukturierungen und Paradigmenwechsel. Geht es sehr abrupt, dann „kriechen die Schlangen unter dem Stein hervor“, wie Glick es so schön ausdrückt, Mitarbeiter beklagen sich, sind als potenzielle Gegner identifiziert und können kalt gestellt werden. Die Gendergeschichte in der Bundeswehr( zuvor schon in der US Armee durchgezogen) ist so ein Test und natürlich gleichzeitig eine Möglichkeit tiefgreifender Umstrukturierung. Jeder Offizier hat den Genderkram begeistert zu begrüßen und nach unten zu vertreten. Jede Schulung ist ein Test.

    Nicht zu vergessen dass es reichlich Leute gibt die aus unterschiedlichen Gründen einfach nie nachdenken und zufrieden sind, wenn sie mitspielen dürfen. Die Rolle der Gewerkschaften ist auch nicht zu unterschätzen. Im europäischen Rahmen haben die die Vielfaltsprogramme aufgesaugt, weiter ventiliert und zu einem Kernthema gemacht. Kommt also irgendein Bediensteter damit nicht klar, steht er ohne Vertretung da und ist ein Arsch..

    Ich komme wieder mit meiner alten Leier, der Agenda 21 an. Das ist ein super gut zu sehendes Beispiel dafür, wie von der höchsten auf die niedrigste Ebene alles durchgepflügt wird und ein riesiges Netz von Gleichgeschalteten entsteht. Zunächst bilden sich auf den unterschiedlichen Ebenen Inselchen und später, wenn die Anzahl stimmt, ist jeder, der nicht auf der Insel sitzt, die nun einen mächtige Landmasse ist, „Außen“. Die von außen kommende, anfangs exotisch wirkende, Ideologie wurde nach und nach zum gemeinsamen Wert der Hauptgruppe, die dann die Zurückgebliebenen als Gegner ausgrenzt. Das erklärt das kleine Video zur Systemtheorie ganz gut, weil es abstrahiert. Das gebildete neue System definiert sich über Werte aber auch darüber, dass es die Außengruppe definiert und auch bekämpft.

    Es ist also ganz leicht, hierarchische Systeme umzubauen. Was in der breiten Masse immer wieder holpert, wird in solchen Systemen ganz systematisch umgesetzt. Jahrgang um Jahrgang und die Pensionierung sorgt dafür, dass man sich um die ältesten, die nicht auf dem neuesten Stand sind, nicht so sehr kümmern muss. Sie fallen ja raus und spielen dann nur noch als verärgerte alte Wähler eine Rolle.

    So hab ich das auch mal auf einer Netzseite eines großen Unternehmens gefunden. War auf einem meiner alten Computer, ist also weg. Da wurde zum Vielfaltsthema das Generationenprinzip als Zeitstrahl dargestellt und der Bedarf an Schulungen aufgezeigt.

    Insgesamt kann das drei Phasen Change Modell nach Lewin auch immer mit bedacht werden. Auflockern / Aufbrechen( disruptive Veränderung) , Bewegen, Verfestigen. Das Verfestigen wird durch das ingroup / outgroup Prinzip auch psychologisch gestärkt. Zukunftsfähig oder rückwärtsgewandter Ballast. Als sie jung waren, waren die Alten eine Raketenstufe der Veränderung, aber nun sind wir im Jahr 2019 und sie hängen irgendwo im Überholten fest und werden abgestoßen, weil sie keinen Schub mehr bringen. Das ändern auch die „Omas gegen Rechts“ nicht so richtig.

    Man kann immer versuchen sich das Prinzip (großes Bild) und dann die konkrete kleine Situation anzusehen und so versteht man es dann. Bei der Agenda 21 und dem Umbau der Katholischen Kirche hab ich das mühsam gemacht und das Prinzip ist überall anzuwenden. Auf Organisationen, Nationen, Dörfer, Vereine, was auch immer. Soziologie, Psychologie, Systemdenken. Man ist dann nicht mehr so erschlagen, wenn man mit den Auswirkungen konfrontiert ist und macht sich auch nicht so viele falsche Hoffnungen.

    Dieser Landrat hat im Gespräch mit den Bürgern genau das Prinzip der zur Landmasse gewordenen Insel, wie in einem Unternehmen angewendet, als er sagte, die Leute, denen das alles nicht passt , könnten ja gehen. Er war so drinne, dass das eine automatische Aussage war aber sein IQ reichte nicht aus zu kapieren, dass seine Kommunikation für die outgroup angepasst werden musste. Er hat sich Verplappert, als er in den Schwimmerbereich geriet.

    An dem Mordfall wird nun der Change, ingroup outgroup Modus abgearbeitet. Dass das unmittelbar nach der Meldung seines Todes begann zeigt, dass die Akteure in Politik und Medien besser als wir wissen, dass es keine unabhängige Justiz gibt, dass wie in der SU Gerichtsverfahren nicht die Schuld nachweisen, sondern nur die Höhe der Strafe mitteilen müssen. Geständnisse sind insofern für uns auch wertlos. Der Kulak hat nicht nur drei Kilo Mehl für seine Familie gebunkert und damit Volkseigentum gestohlen, er wollte auch Stalin mit einem Luftgewehr ermorden und hat Hintermänner im Falschdenk, die entlarvt werden müssen. Überall sind Verschwörer, die Stalin ermorden wollen. Er hat gestanden, Kopfschuss.
    Die irrwitzige Überhitzung, die wir sehen gehört dazu, hat eine Funktion, natürlich auch mit Blick auf die AfD.

    Gefällt mir

  10. Das Inselchen/ Landmasse Modell hab ich damals auf die Unis angewendet, parallel zur mühsamen Lernen an der Agenda 21, von Takuan Seiyo und das Modell Synagoge ( was dann half diese Mencius Moldbug Insel als Synagoge zu erkennen) von Gilad Azmon kennen gelernt, um es dann auch auf sie anwenden zu können. Es ist schon drolig! Überhaupt hab ich von vielen Leuten, auch von Fundi Katholiken was gelernt, die ich dann als Gesamtkonzept fallen gelassen und fast vergessen habe, was gelernt. Dazu zählt auch ganz am Rande Eggert.

    In einem Interview innerhalb der „Wahrheitsbewegung“, da kann ich mich nicht mal erinnern, welche Figur das Gegenüber war, meinte Eggert vor wenigen Wochen noch, dass Trump, trotz seiner miesen kriegerischen Außenpolitik, für uns Europäer ein Gewinn sei. Wie bitte? Ausgerechnet Eggert, der zu Chabad, den Geheimdiensten und Mafia Strukturen so viel gearbeitet hat?

    Was sich da als „Wahrheitsbewegung“ unablässig gegenseitig interviewed und anschiebt, ist sicher wert genauer betrachtet zu werden – aber du liebe Zeit, es ist eine unangenehme Sache. Allein der Tonfall, das Follower Prinzip gehen mir auf die Nerven. Ja, es finden sich Brocken aber man muss auch viel Zeit damit verbringen, sich Gelulle und Gelalle anzuhören und diese Ingroup Stimmung zu ertragen, die auch schon wieder so auffällig der vom System vorgegebenen Psychologie der Verschwörungstheoretiker entspricht.

    Ich habe, weil ich sie ja hier runter gemacht habe, Eva Herman im Gespräch mit Janich anzusehen versucht. Weihevoller Schleim und Falschheit. Da drunter im Kommentarbereich Dankbarkeit ohne Ende. Quälend.

    Ich weiß aber, dass ich z.B. diesen „Takuan Seiyo“ auch mal bis zum Anschlag verehrt habe und mir so was immer wieder passiert ist und immer wieder passieren kann, wenn ich nicht mächtig aufpasse. Wenn die Leute sofort eher unsympathisch sind, ist es ja leicht. Docken sie aber weit gefasst kulturell / sprachlich an die eigenen Persönlichkeitsstruktur oder den eigenen psychologischen Zustand an, so dass man auch emotional mit geht, ist es schon schwieriger. Ich mache mir aber keine großen Vorwürfe, denn nur weil ich das Wort Psychologie gerade mal schreiben kann, stehe ich ja nicht außerhalb ihrer Mechanismen. Bei Anderen sieht man es immer leichter als bei sich selbst und wenn man es bei anderen Leuten sieht, ist es auch super peinlich, weil man ein Stück weit in den Spiegel schaut. Man ist einfach immer nur so weit wie man gerade gucken kann.

    Gefällt mir

  11. @Luftpost:

    In einem Interview innerhalb der „Wahrheitsbewegung“, da kann ich mich nicht mal erinnern, welche Figur das Gegenüber war, meinte Eggert vor wenigen Wochen noch, dass Trump, trotz seiner miesen kriegerischen Außenpolitik, für uns Europäer ein Gewinn sei. Wie bitte? Ausgerechnet Eggert, der zu Chabad, den Geheimdiensten und Mafia Strukturen so viel gearbeitet hat?

    Es halte es für vollkommen ausgeschlossen, dass er das wirklich glaubt. Nicht, wenn er tatsächlich den Geheimvatikan geschrieben hat. Diese dreiteilige Buchreihe hat mich umgehauen und erschlagen. Ich halte sie immer noch für hochinteressant, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es das Werk einer einzigen Person ist. Allein der erste Band hat über 800 Fußnoten, in denen auf Quellen verwiesen wird, darunter solche Monumentalwerke wie der Babylonische Talmud. Wer kann das alles lesen?

    Natürlich hätte ich niemals gemerkt, wenn dieses Werk voller Falschinformationen wäre, aber es wirkt bestechend und eher wie über Jahrhunderte oder doch zumindest Generationen hinweg angesammeltes und aufgezeichnetes Wissen und nicht wie das, was eine investigative Einzelperson rausfindet und niederschreibt.

    Darüber hinaus ist es sehr sonderbar, dass er nach dieser Veröffentlichung unbehelligt bleibt. Ja, dass überhaupt irgendjemand denkt, er könne damit durchkommen, ist sonderbar. Aber es hat ja funktioniert.

    Es gibt keinen Wikipedia-Eintrag zu ihm, Wikimannia hat einen kleinen Eintrag, der aber wie abgeschriebener Klappentext („Über den Autor“) von einem Buch aussieht. Angeblich ist er Historiker, es gibt aber keine Mainstream-Werke, die auf eine universitäre Karriere vor der Veröffentlichung des Geheimvatikans hindeuten. Aber das ist wohl keine geschützte Bezeichnung. Insgesamt kann ich mir keinen Reim drauf machen.

    Gefällt mir

  12. Hab jetzt die Kommentare nur überflogen, kam gerade von der Arbeit & hab nicht die Ruhe, trotzdem Vorschussrespekt an Crest & Luftpost! Ich nehme mir aber am Wochende die Zeit, en detail zu lesen.
    Mein Senf, von der Praktikerseite, spontan dazu: Der ist in U-Haft und wird als Einzeltäter gehandelt, hat keine Veranlassung, irgendwas zu verraten. Trotzdem verrät er den Mittelsmann und den Waffenhändler, und das Waffenversteck als Sahnehäubchen? Bambussplitter unter den Fingernägeln oder Tod seiner Familie, womit sollen DIE drohen wenn sie nicht wissen, was er weiss?
    Echt, wer die Räuberpistole glaubt, dem ist nicht zu helfen. Habe versucht, mit Kollegen darüber zu reden, und wirklich, die kaufen die Geschichte 😣

    Gefällt mir

  13. Waffenschmied

    Bambussplitter unter den Fingernägeln oder Tod seiner Familie, womit sollen DIE drohen wenn sie nicht wissen, was er weiss?

    Unter den Kommentatoren bei COMPACT meinte einer, der sei jetzt seit dem 17.06. in Haft. Seitdem bekommt er … Essen. Man kann wohl einiges mit … ‚Nahrungsergänzungsmitteln‘ machen – da braucht es keine Bambussplitter unter den Fingernägeln mehr. Nicht daß ich denken würde, die Leute, die das zu entscheiden hätten, hätten etwa Skrupel zu solchen Mitteln zu greifen … aber andererseits würde ich so aus dem Bauch heraus auch nicht glauben, daß sie jetzt unbedingt Sadisten aus Spaß an der Freud sind. Wenn es also anders geht … machen wir es anders.

    Und dann hat er natürlich – wie von dir ja auch schon erwähnt – 2 Kinder, eine Frau, ein Haus. Und ich denke, gerade Menschen mit einer Vita wie dieser Stephan E. haben ja gerade so etwas sehr lange gesucht – dass sie sich dann Sorgen machen und relativ leicht zu beeinflussen sind … wer wollte ihnen das verdenken?

    Gefällt mir

  14. Natürlich hätte ich niemals gemerkt, wenn dieses Werk voller Falschinformationen wäre, aber es wirkt bestechend und eher wie über Jahrhunderte oder doch zumindest Generationen hinweg angesammeltes und aufgezeichnetes Wissen und nicht wie das, was eine investigative Einzelperson rausfindet und niederschreibt.

    Ist es entscheidend, ob Eggert das nun alles selber verfaßt hat … oder von ‚jemandem‘ (wem auch immer/welcher Gruppe auch immer) sozusagen als Medium benutzt worden ist, um Informationen an die Öffentlichkeit zu bringen, die wir ansonsten wohl nie erfahren hätten? Man kann, wenn es einer/einige aus den Reihen derer waren, die ‚diese Wunde der Welt geschlagen haben‘, jedenfalls sehr schön das Ähnlichkeitsprinzip (Simile-Gesetz) als Weltheilgesetz sozusagen ‚an der Arbeit‘ sehen: Nur der die Wunde schlug … kann sie auch heilen! Also könn(t) auch nur Leute aus den Reihen derer, die ‚die Wunde geschlagen haben‘ diese Wunde auch wieder heilen. Einfach so ‚von außen‘ kommt da jedenfalls wohl kaum jemand an soche Informationen.

    Darüber hinaus ist es sehr sonderbar, dass er nach dieser Veröffentlichung unbehelligt bleibt. Ja, dass überhaupt irgendjemand denkt, er könne damit durchkommen, ist sonderbar. Aber es hat ja funktioniert.

    Das würde ebenfalls darauf hindeuten, daß es Leute gibt, die wollen, daß diese Informationen an die Öffentlichkeit kommen – aus welchen Gründen auch immer. UND: Diese Leute gehören offensichtlich zur in-group. Das erinnert mich an die – allerdings zeitlich spätere – Information über diese Superlogen, die (angeblich) die Welt regieren (Walter Altnickel hat darüber berichtet) – diese Informationen, ob nun richtig oder falsch, können jedenfalls nur ‚von innen‘ kommen … von außen holt das keiner ans Licht.

    Und daß man sich mit ’solchen Leuten‘ nicht einfach ‚anlegt‘, hat er, wenn ich das jetzt recht erinnere, auch in irgendeinem Interview mal angelegentlich erzählt. Da ging es um den früheren Vorsitzenden der FDP, den ‚Leichtmatrosen‘ Guido Westerwelle. Ich weiß nicht mehr genau was der falsch gemacht hatte, aber irgendwie hat er sich wohl mit streng religiösen jüdischen Kreisen angelegt. Und dann haben die wohl ein Ritual abgehalten, und der Herr Westerwelle ist an einem unheilbaren Krebs erkrankt … und gestorben. So kanns denen gehen, die glauben, die Homo-Pressuregroup hätte die Macht über alles und jedes …

    Es gibt keinen Wikipedia-Eintrag zu ihm,…

    Ehrlich? DAS ist allerdings … tatsächlich mehr als merkwürdig. Und es würde wohl auch zeigen, daß Wiki nicht nur in den Händen irgendwelcher bolschewistischer Nervensägen ist, sondern von Kräften beherrscht wird, die auch Nervensägen am Nerven sägen hindern können.

    Gefällt mir

  15. Korrektur:

    (Walter Altnickel hat darüber berichtet)

    Tausche ‚Walter‘ gegen ‚Werner‘

    Also könn(t) auch nur Leute…

    ‚könn(t)en‘ natürlich …

    Gefällt mir

  16. nuada

    Allein der erste Band hat über 800 Fußnoten, in denen auf Quellen verwiesen wird, darunter solche Monumentalwerke wie der Babylonische Talmud. Wer kann das alles lesen?

    Ich habe keine Ahnung wie viele Seiten der BT umfaßt, aber … mit durchschnittlichen Büchern müßte es möglich sein … denke ich. Ich habe vor Ewigkeiten mal so einen Lesekurs bei der VHS besucht, bei dem man also durch bestimmte Techniken schneller und effizienter lesen lernen können sollte. Sie haben uns damals auch Zahlen aus irgendwelchen wissenschaftlichen Untersuchungen gesagt, die zeigten um welchen Faktor man die Lesegeschwindigkeit maximal steigern kann – aber die erinnere ich leider nicht mehr (der Kurs liegt sicher schon 20 Jahre zurück)

    Von Helmut Kohl ist bekannt, daß er jeden Tag ein Buch gelesen haben soll – offensichtlich neben seiner Arbeit als Bundeskanzler und Parteivorsitzender. Bei Perry Rhodan habe ich auf der Leserkontaktseite mehrmals gelesen, daß Leser ‚den neuen Roman in einer Stunde gelesen haben‘. Gut, ich war nicht dabei … und ich schaffe immer nur so ein paar Seiten vorm Einschlafen.

    ABER: Wenn das richtig sein sollte, hätte man ein (weiteres) Orientierungsmaß, denn ein Roman hat 60 Seiten – ergo kann man in einer Stunde 60 Seiten lesen. Jetzt ist ein wissenschaftliches Buch natürlich schwerer zu lesen als ein Roman, aber, wenn man die richtigen Lesetechniken trainiert hat – und zusätzlich vielleicht noch eine Begabung dafür mitbringt – , dann sollte man in 8 Stunden (nehme ich jetzt mal als Arbeitstag auch für einen Geisteswissenschaftler) 60 Seiten x 8 Stunden = 480 Seiten lesen können.

    Das hieße also grob: 500 Seiten sind an einem Tag zu schaffen, wobei klar ist: Das ist Arbeit, kein Vergnügen. Wenn man weiter davon ausgeht, das nicht jedes wissenschaftliche Buch/Veröffentlichung (‚Quellen‘ bedeutet ja nicht immer ein 2000-Seiten-Buch) 500 Seiten umfaßt, sondern etliche vielleicht nur die Hälfte … oder auch noch weniger, dann sollten in einem Arbeitsjahr ca. 260 Bücher zu schaffen sein, wenn man pro Arbeitstag auch nur ein Buch rechnet. In drei bis vier Jahren dann eben auch 800 Bücher/Quellen – Urlaub und Samstag/Sonntag schon abgerechnet.

    Eggert ist vom Typ her wohl so einer, der einerseits der total relaxte Hippie sein kann – andererseits aber auch extrem konzentriert – um nicht zu sagen: fanatisch – sich einer Sache widmen kann. Also das nehme ich ihm ab … der taucht dann richtiggehend ab und ist nur mit seiner Arbeit beschäftigt. Von daher denke ich, daß es – rein technisch gesehen – wohl zu schaffen sein könnte…

    Gefällt mir

  17. Ich habe keine Ahnung wie viele Seiten der BT umfaßt,…

    Wenn du ihn bestellst, fährt ihn der Paketbote mit der Sackkarre in deine Wohnung.

    Aber nicht, dass ich das aus persönlicher Erfahrung wüsste! Ich weiß nur, dass es 12 dicke Bände sind.

    Früher war es Juden bei Todesstrafe (ihrer eigenen Gemeinschaft!) verboten, die Inhalte Goyim bekanntzumachen. Inzwischen kann man das Monstrum auf Deutsch bei Amazon bestellen, wobei allerdings nicht sicher ist, ob die Übersetzung vollständig und korrekt ist. Besser sollte man Hebräisch können und ein Original erwerben, falls das im normalen Buchhandel überhaupt möglich ist. Das Judentum ist de facto an sich eine Geheimreligion, obwohl es theoretisch möglich wäre, dass sich jeder damit befasst. Es tut’s nur fast keiner. Den Talmud dürften nur extrem wenige Goyim gelesen haben, wahrscheinlich lesen ihn überhaupt nur Antisemiten, die – wie man so hört – regelmäßig böswillig alles „aus dem Zusammenhang reißen“. Aber das AT kann sich ja jeder zu Gemüte führen, das ist auch schon aufschlussreich.

    Das aber nur am Rande.

    Ja, ein paar vereinzelte Historiker haben den Talmud vielleicht schon gelesen. Und Wolfgang Eggert kann dazugehören. Und es ist vielleicht auch nicht menschenunmöglich, dass er das Werk alleine recherchiert und geschrieben hat. Zweifel daran halte ich aber für keineswegs abwegig. Dass allerdings jemand, der das getan hat, auf Trump reinfällt, ist schon merkwürdig. Er beschreibt in Band 3 auch Ereignisse als Fakt, deren historische Wahrheit eigentlich widerlegt ist. Das hat mich etwas irritiert.

    Trotzdem: Der Geheimvatikan lohnt sich meiner Ansicht nach auf jeden Fall. Kaufen kann man ihn m.W. nicht mehr, aber er ist als PDF verfügbar.

    Gefällt mir

  18. Zu Eggert – Geheimvatikan

    So ungewöhnlich sind diese Inhalte vielleicht nur bei uns in Deutschland. Ich kenne nur den ersten Band und habe den vor längerer Zeit gelesen, kann also über die zwei anderen nicht reden und müsste die Inhalte des ersten auch mit dem abgleichen, was ich in der Zwischenzeit gelesen habe.Dass er Unfug hinein gepackt hat, wie Du schreibst Nuada, ist ja mal kein gutes Zeichen.

    Viele von den Themen, die Eggert berührt, konnte ich aber bis vor drei +Jahren oder so im US Netz recht leicht finden, speziell in super traditionellen katholischen Foren, die allerdings inzwischen gelöscht wurden. Der Vorteil bei denen war, dass sie zum Einen in längeren Zeiträumen zu denken gewohnt sind und mir dadurch geholfen haben, das auch zu tun und zum Anderen, dass sie diese Themen auch als Alltagswissen nicht so geheimnisumwallt rüber bringen, weil sie in dieser Gedankenwelt leben. Der Nachteil dieser Foren war allerdings, dass sie natürlich an Endzeit, „Blutgericht“ und Auferstehung glauben. Allerdings gilt meine Zuneigung der vorchristlichen Zeit, über die wir fast nichts wissen können. Mir sind die 2000+ Jahre viel zu kurz. Lächerlich kurz.

    Ich lehne es auch inzwischen ganz ab, in diese spezielle Magie affirmierend einzutauchen, Als Konzept, Mechanismus und Werkzeug ansehen – ja aber eben als Gegenstand den man sezieren kann um sich zu befreien.

    Genau dieses Gefühl erschlagen zu werden, es mit höheren Mächten zu tun zu haben, akzeptiere ich nicht. Es gibt Dinge, die ich nicht weiß und nicht wissen kann. Massenhaft. Es gibt aber in der „Wahrheitsszene“ einen Umgang mit dem Geheimen, dem Nichtwissen, der sich lähmend auf das Denken auswirkt und eine Stimmung der Ehrfurcht erzeugt und der aus diesem Grund, wenn wir mal rein pragmatisch daran denken, wie wir uns befreien wollen, nicht produktiv ist.

    Was auch seltsam ist ist, dass durchaus hier und dort von Blutritualen gesprochen wird, dass so was stattfindet ist nicht unwahrscheinlich, dass aber immer im Verborgenen gestochert wird obwohl es sichtbare Blutrituale gibt, die sich nicht auf das Tempelinstitut beschränken sondern wie ich denke, in aller Öffentlichkeit exekutiert werden. Ob es eine magische Wirkung dieser Rituale gibt, kann ich nicht wissen. Sie sind tradiert und das wird einen Sinn haben.
    Es kann aber auch sein, dass es rein psychologisch die Ausübung des absoluten Terrors ist, der für sich genommen Macht entfaltet und die am Ritual Beteiligten und Mitwisser in einen Machtrausch einbezieht, der ebenfalls enorme Wirkung hat, während alle, die nicht dazu gehören und irgendwie davon hören von diesem Terror geschockt und traumatisiert werden. Ich schließe überhaupt nicht aus, dass der 11. September diese rituelle Ebene hat. Immerhin tanzten diese Israelis ja dazu.Es muss schon rauschhaft sein zu wissen, dass man mit so was weg kommt, weil man sogar nach der Tat um Hilfe gebeten wird.

    Diese Botschaftseröffnung in Jerusalem war ein Ritual, in das alle Anwesenden und deren Anhang, auch im evangelikalen Spektrum eingebunden waren. „Von den Mauern Jerusalems wird der Weltfrieden ausgehen“ – parallel dazu schlachteten sie Palästinenser. Wenn man ihre Magie sehen will – da war sie. Vor den Augen der Welt und so offen, dass es scheinbar keiner sieht.

    Dass es so offen stattfindet, das hat mich wirklich erschüttert. All die weihevoll gesprochenen Worte und religiösen Formeln wurden durch das vergossene Blut bekräftigt. Mir war das als könnte ich das Blut riechen und mir ging das über mehrere Tage so. Sie sind mir ekelhaft. Ihr christlicher und sonstiger Anhang widert mich an. Die Wirkung, die das Treiben auf mich hatte habe ich aber bewusst bekämpft. Diese Macht über mich will ich ihnen nicht geben. Das ist das, was ich bei aller Ohnmacht tun kann. Nein sagen. Innerlich frei sein.

    Mir ist das umso wichtiger, als ich ihre moralische Überlegenheit ja früher regelrecht religiös anerkannt habe. Ich habe einfach nicht die Absicht, ihnen jetzt so was wie eine Anerkennung magischer Übermacht zu schenken. Ihre alten Texte sind ja wohl geklaut wie ihre Klagemauer. Es ist nicht ihre Geschichte. Es sind Geschichten anderer Völker und Erfindungen und wenn man doch bei der Magie bleiben will, dann liegt ihr magischer Triumpf darin, dass sie die Erinnerung an all diese Völker ausgelöscht haben, indem sie sie höchstens als besiegte Feinde ihrer eigenen, auserwählten, göttlichen Existenz in ihrem Drehbuch auftauchen lassen und es schafften ihre Geschichten, ihre Weltanschauung in die Köpfe der Massen zu drängen. „Christliches Abendland“ als unsere Identität – was für ein Spott dahinter steckt.

    Die Vorbereitungen zur Wiedererrichtung des Tempels sind auch nicht völlig unsichtbar. Die Kriege dort stehen alle auch im Zusammenhang damit. Dass sie sehr aktiv sind, zeigt auch die Kontaktaufnahme dieses Glick Typen zu „patriotischen“ Parteien, ein Mann, der beim Tempelinstitut war, bevor er zum süßlich verklärten Einheitsreligionspromotor wurde und erst mal scheinbar sanftere Töne anschlägt und vom Tempelberg als Ort friedlicher Koexistenz aller Religionen faselt.

    Es war schierer Zufall, dass ich über ihn gestolpert bin. Es gibt so verdammt viel Sichtbares, das verborgen ist. Wir können das sichtbare Verborgene Suchen und müssen uns nicht mit damit lahm legen nun selbst einen Kult aus dem Verborgenen zu machen, das sich tatsächlich unseren Blicken entzieht. Ich lehne es nicht total ab, sich mit solchen Sachen zu befassen, es weitert den Blick, man lernt ihre Denkweise kennen, aber „Mächte“ sind oft als Macht im Einzelnen ( auch historisch) zu sehen und das kann man beobachten und dann versuchen es als Gefüge zu verstehen.

    Überwältigung ist ein Trick. Merkt man, dass man sich überwältigt fühlt, muss man aus diesem Zustand raus, weil er der anderen Seite zu viel Macht gibt. Das Sichtbare zu finden scheint mir in unserer Lage sinnvoller zu sein. Ich habe durchaus einen Hang zum Spirituellen. Die Frage ist aber immer, ob mir diese Ausflüge nutzen, ob sie mich stärken oder ob ich mich selbst in die Unterwerfung begebe, wie ein kleines Tier, das im Scheinwerferlicht, das ihm unbegreiflich ist, erstarrt.

    Wenn ich also, wie bei dieser Botschaftseröffnung das Gefühl habe, dass sich da gerade die Tore zur Hölle öffnen und die Endzeit da ist, dann sehe ich mir diesen Adelson an oder die anderen sichtbaren Figuren und seziere damit ihre Macht und zerre sie hinter dem Vorhang hervor. Natürlich sind sie sehr weit gekommen aber nicht durch Zauberei, nicht weil es unumgängliche göttliche Vorsehung ist. Ein Teil ihrer Macht ist, dass sie unsere Phantasie für sich arbeiten lassen unsere Träume und Alpträume zu durchdringen schaffen.

    Als echten Triumpf ihrerseits sehe ich übrigens auch den wachsenden Einzug der Blutrituale in die heidnische Szene an. So wird das Massenschlachten, dass praktiziert werden soll, sobald der verdammte Tempel wieder steht, normalisiert.
    Bereits vor ein paar Jahren las ich in irgendeiner israelischen Zeitung unter einem Beitrag zum rituellen Testtöten am Tempelberg im Kommentarbereich, dass sich Leute schon mal in Wartelisten eintragen wollen, um dann ganz schnell, auch aus der Ferne, gegen Kohle ein Opfertier massakrieren zu lassen, sobald das offiziell möglich ist.
    Andere fanden, man solle das Thema nicht so öffentlich ansprechen, weil es noch Außenstehende schockieren könnte. Ob dieser Glick den „Patrioten“ davon bei seiner Rundreise erzählt hat? Heididei der Weltreligionen knietief im Blut der sich auszappelnden Tiere stehend.

    Und es ist schon auffällig dass ich vor einigen Jahren bei diesem „Spengler“ Typen (Pavid P Goldmann) lesen konnte, dass die heidnischen Blutrituale nach Europa zurück kehren würden, würde das Christentum zurückgedrängt. Mir kam das absurd vor aber inzwischen weiß ich ja, was ihre „Prophezeiungen “ sind. Der gute Mann hat auch andere „Vorhersagen“ gemacht, die dann eingetroffen sind. Magie ist das ja nicht. Die Fernsehserien werden auch immer blutrünstiger, immer endzeitiger. Ihre Phantasie für unsere Köpfe.

    Ich werde aber sicher noch mal in den bei archive zu findenden ersten Band rein sehen. Also Danke dafür, dass „Geheimvatikan“ angesprochen wurde.

    Die innere Freiheit zu finden ist der absolut notwendige erste Schritt und wenn dann Leute, wie diese Eva Herman, die so TV geübt die sympathische „Wissende“ gibt, schon wieder mit Blutgerichten anfangen und die Gehirne der Follower systemgerecht eindampfen, dann würde ich aus der Haut fahren, wäre es nicht das gewohnte und erprobte Spiel, das da wieder mal gespielt wird. Zu oft um jedes Mal in Verzweiflung oder Wut zu geraten. Andere kriegen Wakanda geschenkt und freuen sich und wir das Blutgericht. Und da freuen sich auch Leute und saugen es ein. Ja, manchmal würde ich schon gern virtuelle Eimer mit Eiswasser in verschiedene Kommentarbereiche kippen. Es brächte nur nichts, denke ich, so eine Wissendengemeinde nur aus Jux zu kübeln. Zeitverschwendung – und für eine sinnvolle Kommunikation fehlt mir die Geduld.

    Gefällt mir

  19. Dass er Unfug hinein gepackt hat, wie Du schreibst Nuada, ist ja mal kein gutes Zeichen.

    Ich kann das in ganz weiten Teilen leider nicht beurteilen. Ich habe ja die 850 Quellen nicht nachgeschlagen.

    Der dritte Band befasst sich mit dem 20. Jahrhundert. Er zitiert für die in diesem Zeitraum stattgefundenen Ereignisse unter anderem ausgiebig und zustimmend David S. Wyman und Elie Wiesel als Quelle (Seite 323 ff).

    Mir kam das absurd vor aber inzwischen weiß ich ja, was ihre „Prophezeiungen “ sind.

    Damit sprichst du einen der positiven Aspekte vom Geheimvatikan an. Eggert ist natürlich nicht der einzige, der das kapiert hat, selbst ich wusste es schon vor der Lektüre seiner Bücher, aber die Kernaussage der Bücher ist diese Sichtweise auf Prophezeiung. Für alle, die das noch nicht wissen:

    Unsere Vorstellung von Prophezeiung unterscheidet sich fundamental von der jüdischen Vorstellung davon. Wir betrachten es als eine Art übersinnliche Fähigkeit, in die Zukunft zu sehen, und können uns darüber streiten, ob es so etwas gibt oder nicht.

    Die jüdische Sicht auf Prophezeiungen ist eher wie die auf eine Gebrauchsanleitung. Es wird schnell klar, dass sich damit die Frage, ob es so etwas gibt oder nicht, erübrigt. Wenn aus diesen Kreise etwas prophezeit wird, dann heißt das: „Wir scheuen weder Kosten noch Mühe noch Kriege, das durchzuziehen.“ Das kann sich auf sehr alte Schriften aber auch auf Aussagen von Zeitgenossen beziehen. Es ist sehr hilfreich, das zu wissen.

    Ein anschauliches Beispiel für diese Gebrauchsanleitung-Haltung sind die roten Kühe, die alten Prophezeiungen zufolge am Tempelberg grasen sollen, bevor der dritte Tempel erbaut werden und der Messias kommen kann. Wir würden WARTEN, bis da rote Kühe auftauchen, aber Juden kaufen in Texas eingefrorene Embryonen der auffallend rötlichen amerikanischen Rinderrasse Red Angus und implantieren die in koschere israelische Kühe (was meinem Empfinden nach irgendwie gemogelt ist). Und analog kann durchaus eines Tages auch ihr Messias WIRKLICH kommen, er ist ja ohnehin keine übernatürliche Wesenheit, sondern ein Mensch.

    Das mit den Kühen wurde sogar im Mainstream-Blatt Die Welt berichtet. Und damit ist es gleichzeitig ein Beispiel dafür:

    Es gibt so verdammt viel Sichtbares, das verborgen ist.

    Hidden in plain sight!

    Jetzt sind wir sehr weit von Walter Lübcke weg, aber das macht nichts. Ich finde Gespräche, die sich vom Hundertsten ins Tausendste entwickeln, sehr anregend.

    Gefällt mir

  20. Bereits vor ein paar Jahren las ich in irgendeiner israelischen Zeitung unter einem Beitrag zum rituellen Testtöten am Tempelberg im Kommentarbereich, dass sich Leute schon mal in Wartelisten eintragen wollen, um dann ganz schnell, auch aus der Ferne, gegen Kohle ein Opfertier massakrieren zu lassen, sobald das offiziell möglich ist.

    Selbstverständlich ist das auch das Schicksal der superkoscheren roten Kühe. Eine Wesenheit, der das gefällt, ist mir nicht sympathisch (um es sehr vorsichtig auszudrücken) und Leute, die so eine Wesenheit für Gott halten, auch nicht.

    Gefällt mir

  21. Jetzt bauen sie die Story so richtig zum Hollywood-Thriller aus.

    Die Thüringer Allgemeine berichtet:

    Ein Netzwerk von Rechtsextremisten in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg hat für Angriffe auf politische Gegner rund 200 Leichensäcke und Ätzkalk

    gelagert? Nein.
    bestellt? Nein, auch nicht, nur

    bestellen wollen.

    OMG! Das ist ja noch schlimmer als Luftgewehre!
    Wollten sie da womöglich aufgelöste Politiker reintun????

    Angeblich handelt es sich um eine Gruppe von 30 Preppern, die sich auf den Tag X vorbereiten, wenn die öffentliche Ordnung zusammenbricht. Leichensäcke und Ätzkalk wären jetzt vielleicht nicht das Erste, was mir zur Vorbereitung für eine solche Situation einfallen würde, doch ich habe mich auch nicht intensiv damit befasst. Aber wenn ich das lese… .ja, klar. Es mag ein bisschen makaber sein, aber es leuchtet auch mir ein, dass man bei der Vorbereitung für so eine Situation auch Vorkehrungen zur Entsorgung von Leichen und großflächiger Desinfektion treffen muss. Waffen und Munition haben sie auch gelagert, da sie angeblich aus dem „Umfeld von Polizei und Bundeswehr“ stammen. Auch das ist sinnvoll beim Preppen.

    Angeblich haben sie unter Zuhilfenahme von Dienstcomputern Listen mit 25.0000 missliebigen Politikern erstellt, vor allem solche lokaler Ausprägung (So viele gibt es???? Das ist ja furchtbar). Dann sind 200 Leichensäcke aber ein bisschen knapp, finde ich. Und tatsächlich:

    Dem Bericht zufolge bestreiten die Beschuldigten, Todeslisten angelegt und Ermordungen geplant zu haben.

    Aha. Es ist also sogar höchst offiziell GAR NICHTS passiert, bis auf ein bisschen Mitgehenlassen von öffentlichem Eigentum, ein Bagetelldelikt.

    Ich hoffe schon die ganze Zeit, dass es unter den bewaffneten Männern unseres Volkes solche Gruppierungen gibt. Leider bin ich nicht sicher, ob man überhaupt auch nur ein Wort von dem Scheiß glauben kann. Aber vielleicht sind diejenigen, die sich wirklich vorbereiten, ja auch ein bisschen vorsichtiger.

    Gefällt mir

  22. Ist das jetzt schon nicht mehr der ‚Kampf gegen Rechts‘, sondern der ‚Kampf gegen das Sommerloch‘?

    https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_86026128/mordfall-walter-luebcke-65-stephan-e-widerruft-ueberraschend-gestaendnis.html

    Davon abgesehen ist der ‚Kampf gegen Rechts‘ schlicht der ‚Kampf gegen die eigene (kollektive) Erfahrung‘ – und dieser Kampf kann NIEMALS gewonnen werden, weil einen die eigene Erfahrung eben immer wieder einholt … – letztlich. Es kann allerdings sehr wohl sein, daß man sie nicht (mehr) als die eigene Erfahrung erkennt…

    Gefällt mir

  23. Was „neues“ in diesem Fall:

    „Stephan E. widerruft Geständnis im Mordfall Lübcke

    02. Juli 2019

    Stephan Ernst (45) hatte am 25. Juni im Polizeiverhör ein Geständnis abgelegt. Er hatte zugegeben, den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke auf dessen Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen (Hessen) erschossen zu haben.

    Jetzt hat er sein Geständnis widerrufen. Damit wird die Angelegenheit äußerst dubios.

    Es stellt sich die Frage, unter welchen Umständen und mit welchen Mitteln das Geständnis zustande gekommen ist.

    Der Dresdner Rechtsanwalt Frank Hannig (49) bestätigt gegenüber BILD: „Auf Antrag meines Mandanten hat es einen Verteidigerwechsel gegeben. Ich wurde als Pflichtverteidiger durch den BGH beigeordnet.“

    Auf Nachfrage von BILD, ob es bei dem Mord-Geständnis bleibt, sagt Anwalt Hannig: „Mein Mandant hat heute sein Geständnis widerrufen. Mehr werde ich dazu im Moment nicht sagen.““

    Gefällt mir

  24. Uups, @ Crest hat dies ja schon mitgeteilt.
    Ergo kann mein Kommentar diesbzgl. so wie auch dieser gelöscht werden,

    Danke!

    Gefällt mir

  25. @Autodidakt

    Nein, nein, das lassen wir stehen. Das kann ruhig doppelt da sein, Crest hat es ja lediglich verlinkt – und nicht alle Leute klicken Links an – du hast es rauskopiert.

    Ich finde diese Entwicklung sehr interessant. Ich habe nie geglaubt, dass er es war, allerdings habe ich nach dem Geständnis überlegt, ob es sich bei ihm um einen Undercover-Agenten handelt, der hinterher nach der „Verurteilung“ eine neue Identität bekommt. Oder womöglich um eine komplett erfundene Figur, was ich zum Beispiel bei diesem Franco A. vermute.

    Aber das ist alles sehr weit an den Haaren herbeigezogen, zufrieden war ich mit den Erklärungen nicht, aber das Geständnis hat mich irritiert. Dass sie ihn gefoltert haben, kann ich mir eigentlich immer noch nicht vorstellen. Warum also hat er das zunächst getan? Ist schon merkwürdig.

    Gefällt mir

  26. @Nuada
    Neulich spielte ich so eine Art Gdankenspiel und überlegte, ob es diesen „Stephan Ernst“ überhaupt gab. Geben tut es den ja jetzt.
    Den Gedanken sponn ich mit der „Zschäpe“ weiter. Ich googelte kurz nach, wo sie einsitzt. Es hiess, sie sei nach Chemnitz verlegt worden Und dass sie halt in U-Haft sitzt und die Haftbedingungen anders seien. Jetzt frage ich mich, warum hört man nichts über sie, z.B. von (ehemaligen) Mithäftlingen? Berichte vom Haftalltag. Ergo sponn ich mir zurecht, dass sie evtl. im Ausland lebt, wo sie niemand kennt und auf Bedarf eingeflogen wird. Vielleicht gehts ihr als erschaffenen „Kunstmenschen“ mit konstruiertem Lebenslauf auch bombastisch…
    Desweiteren liest / hört man ja immer wieder was von „Aussage verweigert“, „großes schweigen“, hiess es im Fall Stephan Ernst ja auch zuerst…Zumindest teilt man das der Öffentlichkeit regelmäßig mit…Also ich weiss nicht.
    Ich traue diesem „Staat“ bzw. dessen „Lenkern“ alles zu, wirklich alles!
    Wie gesagt, nur ein „verschwörerischer“ Gedanke, welchen ich mal hier in die Runde werfe.

    Ansonsten, könnte ich mir vostellen, dass der Stephan Ernst einfach zermürbt wurde, seine Ruhe haben wollte und deswegen übermüdet / genervt ein Geständnis abgab. Sehr verständlich.
    Interessanter zu wissen dürfte sein, warum der Verteidigerwechsel? Welchen rechtl. Beistand hatte er da? Dazu nun einen gestellten Anwalt durch den BGH.
    Ich frage mal zynisch und nebenbei nach Spendenaurufen wie im Fall des „Rasseweibs“ Rackete…
    Was ist mit dem nahen Umfeld von Stephan Ernst?
    Nää, datt Dingen ist faul, dass es faul ist, stinkt förmlich! Wie so vieles…

    Gefällt mir

  27. Egal was man vielleicht an COMPACT auszusetzen haben mag – eines wird man ihnen nicht absprechen können: Sie bleiben … dran:

    Das brisanteste Recheergebnis, das der COMPACT-Reporter aus Kassel mitgebracht hat: Amar A., ein von Temme geführter V-Mann aus der Islamistenszene, soll nach Aussage eines Zeugen am Tag des Yozgat-Mordes mit Temme zusammen am Tatort, einem Kasseler Internet-Café gewesen sein. Dieser Amar A. wurde bisher von Staat und angeschlossenen Medien aus allen Veröffentlichungen herausgehalten, der Moslem wurde niemals verhört, musste in keinem Untersuchungsausschuss aussagen. Der Grund ist klar: Ein Islamist am Tatort – das hätte die ganze Mega-Erzählung von der rechtsradikalen NSU-Mordserie durcheinandergebracht…

    COMPACT deckt auf: Der furchtbare Mord an Walter Lübcke 2019 ist NICHT aufgeklärt, und an dem ebenso furchtbaren Mord an Hallt Yozgat 2016 war nicht der NSU beteiligt – vielmehr spielt ein islamistischer V-Mann eine ungeklärte Rolle. Das Bindeglied zwischen beiden Mordfällen hat einen Namen: der langjährige Verfassungsschützer Andreas Temme.

    https://www.compact-online.de/mordfall-luebcke-yozgat-hat-der-den-weggemacht-ehem-v-mann-belastet-verfassungsschuetzer-temme-schwer-exklusive-compact-recherche-vor-ort/

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s