Antideutsche Hysterie

Von Linda Schaitberger. Die folgenden Zeilen sind eine unerfreuliche Reise in den Hass. Sie erheben nicht den Anspruch, eine detaillierte Geschichte des Ersten Weltkriegs darzustellen, und sie sind auch nicht als politische Erklärung gedacht. Sie dienen nur als Versuch, das Propagandawüten gegenüber Deutschland und dem deutschen Volk weltweit sowie die immer noch andauernden, irreversiblen Auswirkungen des größten konzertierten Angriffs auf ein Volk in der Menschheitsgeschichte zu veranschaulichen.

Als Bettler sind wir nicht gekommen,
Aus unserem deutschen Vaterland,
Wir hatten vieles mitgenommen,
Was hier noch fremd und unbekannt!

Und als man schuf aus dichten Wäldern,
Aus dürrer, öder Wüstenei,
Den schönsten Kranz von reichen Feldern,
Da waren Deutsche auch dabei!

Gar vieles, was in frühen Zeiten,
Ihr kaufen musstet überm Meer,
Das lehrten wir euch selbst bereiten,
Wir stellten manche Werkstatt her!

O wagt es nicht dies zu vergessen,
Sagt nicht als ob dem nicht so sei;
Es künden’s tausend Feueressen:
Es waren Deutsche auch dabei!

Und wenn in vollen Tönen klinget,
An’s Herz des Liedes Melodei,
Ich glaub’ von dem, was ihr da singet,
Ist vieles Deutsche auch dabei!

Drum steh’n wir stolz auf diesem Grunde,
Den unsre Kraft der Wildnis nahm,
Was wärs mit diesem Staatenbunde,
Wenn nie ein Deutscher zu euch kam?

Wie in des Bürgerkrieges Tagen,
Ja, schon beim ersten Freiheitsschrei,
Wir dürfen’s unbestritten sagen:
Es waren Deutsche auch dabei!

Konrad Krez
1828 in Landau – 1897 in Milwaukee

 

Germantown in Pennsylvania, gegründet 1683 von Deutschen aus der Gegend um Krefeld.

Kurz vor dem Ersten Weltkrieg stellten Deutsche die größte Nationalitätengruppe unter den im Ausland geborenen Bürgern der Vereinigten Staaten, und doch sind heute nur vergleichsweise wenige Anzeichen der einst herausragenden deutschamerikanischen politischen und gesellschaftlichen Kraft übriggeblieben. Obwohl auch heute noch mehr Amerikaner auf eine deutsche Herkunft zurückblicken können als auf irgendeine andere Nationalität, würde man niemals erraten, dass sie mehr als ein kleines Grüppchen aus einem Drittweltland sind. Es gibt keinen national anerkannten deutschen Feiertag vergleichbar dem irischen St. Patrick’s Day oder dem italienischen Columbus Day. Es gibt keine nennenswerten “German towns” in unseren Städten oder unserem Land. Wir hören nicht, wie kleine Grüppchen von Menschen im Einkaufszentrum deutsch miteinander sprechen. Es gibt keine deutschen Schnellrestaurants, in denen Fünfminuten-Zwiebelkuchen zum Mitnehmen angeboten wird … tatsächlich kämpfen alle deutschen Speiselokale ums Überleben, während kleine griechische oder thailändische Restaurants bereitwillige Massen anziehen. In der Tat ist der bedeutende Einfluss, den Deutschamerikaner einst hatten, fast nicht mehr wahrnehmbar.

Otfried Hans von Meusebach aus Thüringen schließt einen Friedens- und Freundschaftsvertrag mit den Comanchen.

Es stimmt, dass sich einige ethnisch deutsche Institutionen auch schon in den 1890er Jahren und aus anderen Gründen als dem fanatischen Antigermanismus des Ersten Weltkriegs in einem langsamen Niedergang befanden. Zum einen hat bereits die Gewalttätigkeit des radikalen Nativismus des 19. Jahrhunderts viele Deutschamerikaner geängstigt und dazu gebracht, ihre Herkunft zu ihrer eigenen Sicherheit und um erfolgreich sein zu können, rasch abzustreifen. Dazu kam auch, dass die später angekommenen ärmeren deutschen Einwanderer anstelle ihrer völkischen Identität eine gemeinsame “weiße” Identität annahmen, während sie sich in den überfüllten Wohnblocks der Großstädte mit anderen Volksgruppen vermischten. Gleichzeitig betrachteten die bereits seit langem etablierten deutschen Einwanderer die ärmeren deutschen Neuankömmlinge als gesellschaftlich unter sich stehend. Diese “älteren” Deutschen zogen es vor, als etwas betrachtet zu werden, das man als “Mayflower-Deutsche” bezeichnen könnte, und vermischten sich mit ihren angelsächsischen Gegenstücken, wobei Klasse ein stärkerer Faktor war als Volkszugehörigkeit.

Auch die Kirche spielte eine Rolle beim Niedergang der deutschen Volksidentität, insbesondere die katholische Kirche in Arbeitervierteln, deren Gemeindemitglieder bald auch irische, slawische und italienische Katholiken umfassten. In den 1920er Jahren neigten diese Gemeinden immer mehr dazu, sich zusammenzuschließen, Religionszugehörigkeit wurde wichtiger als Volkszugehörigkeit. Sie sahen mehr das Verbindende einer gemeinsamen weißen, katholischen, europäischen Identität als das einer deutschen, und Eheschließungen zwischen verschiedenen Volksgruppen wurden gängiger. Es gab auch noch andere Faktoren. Mittlerweile wurde auch der herkömmliche deutsche Alkoholgenuss, der schon seit Jahrzehnten von nichtdeutschen Amerikanern als eindeutig “deutsche” Gewohnheit unter Beschuss geraten war, von Iren, Italienern und anderen geteilt und zu einer gemeinsamen amerikanischen Gewohnheit, die verschiedene Volksgruppen in ihrer Freizeit einander näher brachte. Wenn sie einen über den Durst getrunken hatten, sahen sie recht reizvoll füreinander aus, und so fielen eben die Dirndl, Kilts und Fedoras.

Der Titel ist nicht wirklich holländisch.

Mit der Zeit wurden manche Deutsche auch völkisch umdefiniert. Selbst in einem Staat wie Pennsylvania mit einer großen ländlichen deutschen Bevölkerung wurden Deutsche zu “Pennsylvania-Holländern” anstelle der weniger glamourösen “Pennsylvania-Deutschen”. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden Deutsche aus den alten deutschen Volksgebieten, die Deutschland und dem Habsburgerreich durch das Diktat von Versailles entrissen worden waren, nicht mehr als Deutsche bezeichnet sondern als gebürtig “aus Tschechien”, “aus Polen” und “aus Böhmen”. Das wurde von den meisten Deutschamerikanern, die zu diesem Zeitpunkt nichts mit ihrem deutschen Erbe zu tun haben wollten, nicht nur akzeptiert sondern sogar bevorzugt.

Andere weiße europäische Volksidentitäten schwanden im frühen 20. Jahrhundert auch dahin, aber keine in einer so gewalttätigen Art, die Menschen dazu zwang, ihre Namen zu ändern und vorzugeben, von einem anderen Volk abzustammen! Es wäre angenehm, weniger offensichtliche Gründe für den mörderischen Untergang der deutschen kulturellen Identität finden zu können, als der harten, kalten Tatsache ins Angesicht zu blicken, dass der Grund dafür eine heimtückische, vorsätzliche Vergiftung war.

Soziologen versuchen hin und wieder, neue Theorien darüber aufzustellen, die in eine andere und leichter verdauliche Richtung weisen. Doch dennoch bleibt die traurige Wahrheit bestehen, dass der zermürbende Standard, der von Propagandisten für den Beweis nationaler Loyalität gesetzt wurde, beinhaltete, dass alle Deutschamerikaner “100 Prozent amerikanisch” zu sein hatten, und dass diese antideutsche Attacke es nicht nur während des Krieges praktisch unmöglich machte, deutsche Volkszugehörigkeit öffentlich zu zeigen, sondern auch danach damit weiterging, dass Deutschsein mehr und mehr zu etwas Abstoßendem wurde, bis es schließlich im Nichts versickerte.

Das einzige ausschlaggebende Element, das unter der großen Vielzahl von Deutschen – Deutschen im Heimatland, ethnischen Deutschen und Deutschamerikanern – noch eine gemeinsame kulturelle Identität aufrechterhielt, war die deutsche Sprache, und als dieses Band durch die vorsätzlichen und andauernden Attacken auf die deutsche Sprache in den Kriegsjahren auch noch tödlich verletzt worden war, gab es keine Hoffnung auf kulturelle Wiederauferstehung mehr. Es gab keine deutschen Lokalblätter voller geschwätzigem Klatsch und Tratsch mehr. Die deutschsprachige Abteilung der örtlichen Bücherei war verschwunden. Kirchen boten keine deutschsprachigen Gottesdienste mehr an. In den Schulen gab es keinen Deutschunterricht mehr. Tausende von deutschen Büchern waren vernichtet worden. Alles andere Deutsche war ebenfalls dahin. Das gute deutsche Lebensmittelgeschäft an der Ecke wurde abgerissen. Die Biergärten, Turnvereine, Liederkränze, Schützenvereine … alle verschwanden von einem Augenblick zum anderen.

Deutschamerikanische Kulturikonen, die Jahrzehnte lang dem Herzen eines Volkes nahe und lieb gewesen waren, waren tot – zusammen mit der Familienbibel, den uralten Wiegenliedern, den von Großeltern weitergegebenen Volkssagen und manchmal sogar den Familiennamen.

Was geschieht mit einer Kultur, wenn die Sprache nicht mehr gesprochen wird, wenn die mündlich überlieferte Geschichte und die Sagen vergessen sind, wenn die typischen Gerichte nicht mehr gegessen und die Trachten nicht mehr getragen werden, wenn die traditionelle Musik verstummt, die Volkstänze verloren gehen und die Familiengeschichte ausrangiert wird? Was geschieht, wenn das Erbe so gründlich ausgelöscht wird, dass keine Erinnerung an die Vergangenheit mehr da ist, kein Wissen mehr über die lange Geschichte, wenn nichts von dem Vertrauten in der Umgebung Teil dieses Erbes ist? Schlimmer noch – was geschieht, wenn die einzige Bezugnahme zu dieser Kultur negativ, erniedrigend, beschimpfend oder obszön ist?

Keine andere Gruppe von Einwanderern musste erleben, dass ihr Erbe so gründlich in den Dreck gezogen wurde, und keine andere litt unter einem dermaßen anhaltenden Druck, ihre ganze völkische Identität zu Gunsten einer “amerikanischen” abzulegen. Allerdings führte diese Herabwürdigung einer sogenannten ethnischen “Bindestrich”-Zugehörigkeit, während sie ursprünglich nur gegen Deutsche gerichtet war, tatsächlich dann nicht nur zur Abschaffung des Deutsch-Amerikanismus, sondern auch zur Abschaffung aller unserer verschiedenen eruopäisch-amerikanischen Kulturen, bis es dann vor kurzem wieder modern wurde, den “Multikulturalismus” zu begrüßen, soweit er sich auf Neueinwanderer und Minderheiten bezieht. Doch da war es schon längst zu spät für die Wiederkehr irgendeiner eigenständigen europäisch-amerikanischen Kultur, und selbst wenn die Wiederentdeckung einer europäischen Identität für andere Volksgruppen akzeptabel oder schick werden sollte, würde es für Deutsche dennoch immer ein Tabu bleiben. Es wird wahrscheinlich niemals wieder etwas geben wie einen gesellschaftlich akzeptierten stolzen Deutschen.

Selbst heute noch konzentrieren sich unsere Medien bei der spärlichen Aufmerksamkeit, die sie irgendetwas Deutschem überhaupt zuteil werden lassen, fast vollständig auf eine negative Perspektive bis hin zu dem Punkt, an dem bereits das Wort “deutsch” synonym für “schlecht” gebraucht wird. Große Deutsche aus der Geschichte werden kaum erwähnt und ihre Leistungen werden ignoriert, unterschlagen oder kleingeredet. Wir sind im öffentlichen Fernsehen Hunderten von überholten britischen Fernsehserien und Sitcoms ausgesetzt, die eine Obsession mit “bösen Deutschen” pflegen. Die Medien wiederholen unablässig negative deutsche Stereotypen, die in jedem anderen Fall als hochgradig deplaziert betrachtet werden würden, angefangen von Spötteleien über den deutschen Akzent bis hin zu Werbespots, in denen fette Deutsche für Käse jodeln. Die Akzeptanz dieses Verhaltens durchdringt auch heute noch das Alltagsleben. Wenn zum Beispiel Besucher in Schulen den Kindern von den von “Nazis” verübten Gräueln erzählen, bezeichnen sie die Bösewichter fast immer als “Deutsche” und vergiften damit eine weitere Generation.

Das muss ein Ende haben, und dies hier ist die Geschichte, wie es begann.

Die Geburt des “Hunnen”: Die Propagandisten

“Wird es nach dem Krieg irgendjemanden wundern, wenn Leute aus aller Welt, wenn sie irgendeinen Menschen als deutsch erkannt haben, ihm ausweichen, damit sie ihn nicht beim Vorübergehen berühren, oder sich nach Steinen bücken, um ihn aus dem Weg zu scheuchen?” prahlte Vernon Kellogg nachdem er seinen Teil für die Kriegstreiber beigetragen hatte.

1917 engagierten sich über vierzig Friedensgruppen in den USA gegen den Kriegseintritt. An dem Tag, an dem Wilson den Kongress dazu aufrief, den Krieg zu erklären, demonstrierten 10.000 Menschen im Chicago Coliseum [Anm. d.Ü.: ein Stadion], Tausende von Deutschamerikanern forderten ein nationales Referendum und 1.500 Pazifisten protestierten vor dem Kapitol. Der Bürgerkriegsveteran Isaac R. Sherwood machte eine erfolglose Eingabe an den Kongress, in der er an Englands Angriff auf die USA während des Bürgerkriegs erinnerte. Er warnte, dass das amerikanische Volk im Begriff sei, “als Verbündeter der einzigen Nation in Europa, die immer unser Feind gewesen ist, und gegen die Nation, die immer unser Freund gewesen ist”, in den Krieg zu ziehen.

Wilson forderte den Kongress auf, etwas anzunehmen, was später in seiner Rede vom 2. April 1917 zum Espionage Act werden sollte, als er dazu aufrief, Deutschland den Krieg zu erklären. Wilson und seine Verbündeten waren genötigt, die Öffentlichkeit “kriegswillig” zu machen. Sie sollte der Regierung blind ergeben sein und wahrer “Patriotismus” sollte absolute Loyalität gegenüber Wilson bedeuten. Jegliche Kritik daran sollte als Verrat betrachtet werden.

Die Kriegserklärung war überwältigend. Inmitten von Fahnenschwingen, Jubel und Reden stimmten nur sechs Senatoren und fünfzig Mitglieder des Repräsentantenhauses dagegen. Der Senat brachte allerdings Wilsons Forderung, ihm die Befugnis zur Einschränkung der Pressefreiheit zu geben, zu Fall. Er fand jedoch Wege, dieses Hindernis zu umgehen.

Wahlkampf 1916

Wilson hatte seine Wahl als Friedenskandidat mit dem Wahlspruch “Er hat uns aus dem Krieg rausgehalten” gewonnen, aber knickte so schnell gegenüber dem Lager der Kriegsbefürworter ein, dass Gerüchte aufkamen, er sei erpresst worden. Um das Gesicht zu wahren, war es von entscheidender Bedeutung, schnell Kriegsbegeisterung aufzupeitschen. Er wandte sich dazu an einen alten Freund, den Sensationsjournalisten George Creel, mit der Aufgabe, einem Propagandaministerium vorzustehen, dem ersten seiner Art. Das Center on Public Information (CPI) wurde eine Woche nach der US-Kriegserklärung auf Anordnung des Präsidenten hin geschaffen.

In einer Zeit, als große Teile der Bevölkerung nicht gut (oder überhaupt nicht) lesen konnten, und es noch kein Radio und Fernsehen gab, auf die man zur Informationsverbreitung hätte zurückgreifen können, nutzte das CPI jede verfügbare Waffe, um ihre Botschaft zu verbreiten, um – wie Creel es später ausdrücken sollte – “das amerikanische Volk in eine weißglühende Masse (des Hasses) aus Brüderlichkeit, Hingabe, Tapferkeit und todesverachtender Entschlossenheit” zu verwandeln. Das CPI wuchs schnell zu einer gewaltigen Behörde, die sich in fast jeden Aspekt des täglichen Lebens einmischte und später als Zensor aller Veröffentlichungen über den Krieg fungierte. Es beteiligte sich an der Gesetzgebung wie zum Beispiel dem Espionage Act und dem Sedition Act, die jegliche Opposition gegen den Krieg wirksam zum Verstummen brachten. Wie eine Geheimpolizei baute es eine Atmosphäre auf, die im Prozess der Kriegstreiberei mit der Erfindung des deutschen Erzbösewichtes vorsätzlich Argwohn und Angst sowie ethnischen Hass und Gewalt schürte.

George Creel

Das Creel-Kommittee war jedoch nicht ausschließlich dafür verantwortlich, eine neutrale amerikanische Öffentlichkeit in einen hunnenverfolgenden Mob zu verwandeln. Die Räder waren schon zuvor von einer speziellen Interessengruppe in Bewegung gesetzt worden, die finanzielle Interessen an einer Kriegsbeteiligung hatte. Nicholas Murray Butlers Carnegie Endowment for International Peace [Anm.: d..Ü.: gibt es immer noch!] hatte die Kriegslust schon seit Monaten aufgepeitscht und viele bekannte Gemeinde- und Geschäftsgrößen in den USA waren von Anfang an Pro-Alliierte gewesen. Ein “Kriegssabbat” hatte auf Geheiß wohlhabender Spender bereits in einigen der großen Gotteshäuser des Landes die Kriegstrommel geschlagen.

George Creel war der zivile Vorsitzende des CPI. Außenminister Robert Lansing, Kriegsminister Newton Baker und Marineminister Josephus Daniels krönten das Kommittee mit ihrer Mitgliedschaft. Das CPI hatte zwei Sektionen: Die Auslandssektion, die damit befasst war, amerikanische Propaganda-Aktivitäten in Übersee zu koordinieren und in über dreißig Ländern Filialen einrichtete, und die Inlandssektion, die aus in Größe und Vielfalt ständig wechselnden spezialisierten Abteilungen zur Mobilisierung der Heimatfront bestand.

Der nur 1,70 m große CPI-Chef George Creel war ein hässlicher, mittelmäßiger Publizist und Woodrow Wilsons persönlicher Freund. Creel spielte den Unterhalter für Wilson, dem nachgesagt wird, er habe bei Creels Parodien der Mimik alter Südstaatler und stockkonservativer Yankees aus dem Kongress vergnügt in die Hände geklatscht. Als absolut loyaler Parteisoldat machte er sich mit Eifer an seine neue Aufgabe. Er organisierte die Inlandssektion des CPI in neunzehn Untersektionen, von denen jede eine andere Zielgruppe ansprechen sollte. Indem sie Verkaufsspezialisten und Psychologen einsetzten, fluteten sie jeden erdenklichen Kommunikationskanal, um Kriegslust hervorzurufen, wobei sie in unverfrorener Weise Unwahrheiten verbreiteten.

Durch die Rekrutiereung respektabler Persönlichkeiten wie John Dewey und Walter Lippmann unter den Fittichen der “Abteilung für zivile und bildungspolitische Zusammenarbeit” des CPI erlangten sie Glaubwürdigkeit. Diese Gelehrtentruppe produzierte unter der Führung von Guy Stanton Ford Hunderte von Publikationen und Schriften wie ‘The German Whisper‘, ‘German War Practices’ and ‘Conquest and Kultur‘.

Die ‘Amerikanische Allianz für Arbeiterschaft und Demokratie’ unter Samuel Gompers von der Amerikanischen Föderation der Arbeiterschaft stimmten bereitwillig zu, in den Gewerkschaften im Zusammenhang mit den Kriegsbemühungen für Frieden zu sorgen, was später in Regierungsgewalt gegenüber streikenden Arbeitern ausuferte. [Anm.:d.Ü.: Die Arbeiterschaft war mehrheitlich gegen den Kriegseintritt]. Das CPI drang tief in alle verfügbaren Wege zur Gehirnwäsche ein, und zwar mit einer Gruppe gewandter Psychologen unter der Führung von Sigmund Freuds Neffen, Edward Bernays. Sie machten sich daran, die Öffentlichkeit mittels gut erforschter psychologischer Taktiken zu indoktrinieren, bis das amerikanische Alltagsleben hassgetränkt war, und die Menschen dazu konditioniert, alles Deutsche automatisch zu verabscheuen und zu hassen.

Die ‘Abteilung für Bilder-Publicity’, der Charles Dana Gibson vorstand, wurde am 17. April 1917 zu dem Zweck gegründet, sich mit den gedruckten Medien zu befassen, insbesondere mit Plakaten, Illustrationen und Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften, von denen kostenloser Werbeplatz zur Verfügung gestellt wurde. Respektierte und talentierte Künstler wie zum Beispiel N.C Wyeth wurden gebeten, ihre Kreativität für die Rekrutierung zu einem brutalen und blutigen Krieg zu kanalisieren. Sie produzierten viele riesige patriotische Gemälde. James Montgomery Flagg ersann den berühmten ‘Uncle Sam’. George Bellows trug auch zu den unersättlichen Bemühungen bei, die Bürger zu überzeugen, dass Deutschland drohe, unschuldigen Amerikanern etwas aufzuzwingen, was er als “barbarische und blutrünstige Kultur” bezeichnete.

The Four Minute Men‘, ein weiterer Tentakel des CPI verwaltete 75.000 freiwillige Redner in 5.200 Gemeinden. Die Amateurredner sprachen, wo immer es ihnen möglich war, sogar in Kirchen. Über 7,5 Millionen Reden, die Hass, Angst und Misstrauen gegenüber Deutschland und Deutschen schürten, wurden gehalten, Tausende davon hatten eine derartig verheerende Wirkung, dass sich danach der Pöbel zusammenrottete und deutschamerikanische Wohn- und Geschäftshäuser verwüstete.

Indem sie unterschwellige Botschaften nutzten, die mit denen von heutigen Einzelhandelsgiganten konkurrieren könnten, heuerten die Four Minute Men auch zweisprachige Redner an, um ganz bestimmte Gruppen von Einwanderern anzusprechen, Geschäftsleute um unter anderen Geschäftsleuten Unterstützer zu gewinnen, Bauern, um den Krieg an Bauern zu verkaufen, und Kinder, um den Hass unter anderen Kindern zu verbreiten.

Das CPI arbeitete in Abstimmung mit dem Food Bureau und bildete starke Allianzen mit Herausgebern von Frauenzeitschriften, insbesondere mit Edward Bok, einem loyalen Unterstützer Wilsons und Herausgeber des Ladies Home Journals. Die patriotischen und sentimentalen Titelblätter des Journals umhüllten Anzeigen, Bildseiten und rührselige Artikel, in denen Opferbereitschaft, Sparsamkeit und das Bestreben, eigene Söhne in den Krieg zu schicken, gepriesen wurden. Jede Ausgabe des Journals veröffentlichte mindestens einen Artikel, der von CPI-Mitarbeitern speziell dafür geschrieben worden war.

Die Four Minute Men bauten auch eine Frauensektion auf, um Reden vor Frauengruppen und auf Matinees zu halten, um Anitkriegsstimmungen wie sie in dem bekannten Vorkriegslied “I Didn’t Raise My Boy to Be a Soldier” zum Ausdruck kamen, entgegen zu wirken. Boks Frauenbild spiegelte das des CPI und hatte dasselbe Ziel: reformerische Frauen zu diskreditieren und sie als Opfer deutscher Propaganda darzustellen. Einige Pazifistinnen wurden auch zum Ziel von Gewalttätigkeiten. Die Saturday Evening Post, eine der größten Zeitschriften Amerikas verkündete, dass die Zeit gekommen sei, dass Amerika sich der Deutschen, “dem Abschaum des Schmelztiegels” entledige.

Amerikanischen Frauen wurde nicht erzählt, wie sehr sich die Lebensbedingungen innerhalb Deutschlands seit 1915 verschlechtert hatten, nachdem das tödliche britische Embargo einen Versorgungsengpass für Nahrungsmittel verursacht hatte. Nachdem die Diät in Deutschland anfangs aus Brot und Kartoffeln bestanden hatte, wurden 1916, als es eine Kartoffelmissernte gab, Steckrüben zum Grundnahrungsmittel. Milch wurde nur den ganz Jungen und ganz Alten sowie Invaliden und werdenden Müttern zugeteilt. 1915 verhungerten 88.232 Deutsche, 1916 waren es 121.114 und die Zahl stieg weiter an.

Die Propagandisten schämten sich nicht einmal, Kinder dafür zu benutzen, ihre Botschaft zu verbreiten, und die CPI-Psychologen leisteten ganze Arbeit: amerikanische Kinder hatten Todesangst vor dem Hunnen. Tatsächlich wurden Kinder von den Four Minute Men als Redner in ihren Schulen rekrutiert. 1918 nahmen 200.000 Schulen an einem Wettbewerb zur Bewerbung der Third Liberty Anleihe teil. Die “Sektion für zivile und bildungspolitische Zusammenarbeit” veröffentlichte ein zweimonatlich erscheinendes Mitteilungsblatt, in dem für Patriotismus geworben wurde.

Die Tatsache, dass die Briten die unterseeischen Kabel gekappt hatten, die Deutschland direkt mit den USA verbanden, bewirkte im Zusammenspiel mit der britischen Blockade Deutschlands, dass der Zugang zu deutschen Nachrichten und Büchern schwierig wurde. Amerikanische Zeitungen waren, was Kriegsberichterstattung anging, fast vollständig abhängig von britischen Quellen, und Großbritannien schickte kistenweise Prokriegspamphlete und -bücher an öffentliche Bibliotheken quer durch Amerika. Das ermöglichte es dem CPI, das System öffentlicher Bibliotheken im Würgegriff zu halten, und sie nährten den Gedanken, dass es die Pflicht von Bibliothekaren sei, ihre Kunden vor möglicherweise “illoyalem” Material zu schützen. Nur wenige widersetzten sich.

Das öffentliche Bibliothekssystem in Amerika war in jener Zeit weitgehend eine Instiution der Mittel- und Oberklasse und wurde eher wie ein Privatclub betrieben, der sich an einen Kundenkreis aus hauptsächlich gehobenen weißen Angestellten und Geschäftsleuten wandte. Insbesondere als ihre größten Wohltäter und besten Kunden finanzielle Eigeninteressen an einem Sieg der Alliierten hatten, wurden Bibliothekare zu willigen Propagandalieferanten. Bücherspenden, die als “pro deutsch” oder pazifistisch betrachtet wurden, wurden ausrangiert und mit den Pamphleten des Creel Kommittees ersetzt, in denen hochrespektable Professoren die deutsche Geschichte umschrieben und krass verfälschten.

Überall im Land “verließen sich” Bibliotheksleiter “auf ihr Urteilsvermögen”, um die Regale von deutschen Büchern zu säubern, einschließlich derer von Goethe und anderer deutscher Kulturikonen. Die Bibliotheken wurden vom CPI auch dazu benutzt, Registrationskarten für Tausende von Neueinwanderern auszulegen, die unterschrieben an die CPI “Sektion für die Arbeit mit im Ausland Geborenen” zurückgesandt werden konnten. In größeren Städten sponserten Bibliotheken auch “Erzählstunden” für Tausende von Kindern über den Kampf der Allierten, wozu sie CPI-Material benutzten.

Die Free Library of Philadelphia gab beispielsweise bekannt, dass sie in der zweiten Hälfte des Jahres 1917 in 918 Erzählstunden 56.912 Kindern “Geschichten unserer Verbündeten” erzählt hatte. Bibliotheken veranstalteten auch Publicity-Aktionen: Die Schauspielerin Theda Bara erzielte in einem Stand für Liberty Anleihen vor der New York Public Library 300.000 Dollar an einem einzigen Tag.

Andere CPI-Pro-Kriegs-Aktionen bestanden darin, dass herumreisende “französische Offiziere” Schauergeschichten über deutsche Gräueltaten erzählten.

Deutscher Soldat beim Einmarsch in die USA. Bitte beachten Sie die Aufschrift auf der Keule.

Im Wissen, dass ein Großteil der Amerikaner nur die Comics aber nicht den Rest der Zeitung liest, baute das CPI unter George Hecht ein “Cartoonbüro” auf, um die “verstreute Comicbranche des Landes zu mobilisieren und ihre Arbeit auf konstruktive Kriegsarbeit zu lenken.” Antideutsche Prokriegspropaganda wurde von den strikt überwachten Hasskritzlern quer durch die Nation in Comicseiten und -beilagen eingepflanzt. Die Witzseiten zeigten fette, verräterische Deutschamerikaner, die eine US-Flagge aus dem Fenster schwenkten, während sie einen Krug Bier tranken und dabei “Hoch der Kaiser” prosteten. Lüsternen, gierigen, gewalttätigen “Deutschen” wuchsen Schnauzen, Stoßzähne, haarige Gesichter, rote Augen und Vampirzähne und sie schändeten Jungfrauen und mordeten Babys.

Die amerikanischen Medien fanden heraus, dass umso mehr Zeitschriften und Zeitungen verkauft werden konnten, je schauerlicher und sensationeller die Geschichten waren. In einem typischen CPI-Buch “Why America Fights Germany” dringen Deutsche nach Amerika ein und rücken nach Lakewood, New Jersey, vor, wo sie Bier und Geld (und vielleicht sogar Würste!) fordern und eine gebrechliche Greisin hängen, die versucht, ihre spärlichen Ersparnisse in Höhe von 20 Dollar zu verstecken. Den jungfräulichen Schullehrerinnen der Stadt ist in den Händen der Hunnen – Raubtiere für die Tugendhaften, die sie sind – ein noch schlimmeres Schicksal beschieden, ein katholischer Priester und ein methodistischer Pfarrer werden in einen Schweinestall gesperrt, während die deutschen Soldaten lachen. Dann werden 50 führende Bürger aufgereiht und erschossen. Schließlich brennen die schmutzigen, sexbesessenen, gorillagesichtigen “Deutschen” das hübsche Städtchen nieder und ziehen weiter, um das nächste zu verwüsten.

Eine der 19 Inlandssektionen des CPI konzentrierte seine Bemühungen auf Musik und heuerte Tausende von Liedermachern an. Regierungskomponisten waren nur als “Army Song Leaders” bekannt. Die meisten versuchten, eine ethnisch vielfältige USA (die in Wahrheit Rassentrennung in ihren Truppen praktizierte!) darzustellen, die gegen die arrogante, hochmütige “deutsche Rasse” in den Krieg zog.

Sie tränkten die Musik mit antideutschen Texten und Bildern und paarten auf Notenblättern grotesk aussehende Deutsche mit Prokriegsbotschaften. Die Tin Pan Alley produzierte über hundert Anti-Kaiser-Lieder, wie zum Beispiel das fröhliche Liedchen “We Are Out for the Scalp of Mister Kaiser”.

Gleich am Tag nach Wilsons Kriegserklärung gegen Deutschland vom 16. April 1917, hatte George M. Cohan “Over There” fertig, eines der erfolgreichsten amerikanischen Propagandalieder, für das Cohan später eine spezielle Medal of Honor vom Kongress bekam. Irving Berlin spielte eine gigantische Rolle in der Kriegspropaganda. Sogar John Philip Sousa lieferte mit seiner Musik (die oft auf deutschen Liedern und Märschen beruhte) bei Werbeveranstaltungen für Liberty Anleihen und das Rote Kreuz patriotische Inspirationen.

Deutschsprachige Publikationen in den USA sahen sich jetzt großangelegten Attacken ausgesetzt. Der Atlantic Monthly beschuldigte die deutschsprachige Presse der Illoyalität und die New York Times stimmte ein und behauptete unablässig, deutschsprachige Zeitungen würden in hinterhältiger Weise Berlin unterstützen. Die Times, die behauptete, “jedes Buch, das aus einer deutschen Druckmaschine kommt, ist verdächtig”, setzte alle Veröffentlichungen aus Deutschland ab, weil “die deutsche Mikrobe sich irgendwo zwischen den Buchdeckeln versteckt”.

Der Verleger Irving Putnam gelobte: “Ich bin dagegen, die amerikanischen Märkte innerhalb der nächsten 25 Jahre für Waren aus Deutschland zu öffnen, und ich werde in der besagte Zeitspanne wissentlich keine aus Deutschland kommenden Waren kaufen oder benutzen.”

Im September 1917 schmuggelte der Kongress eine Nebenklausel in ein in keinem Zusammenhang dazu stehendes Gesetz, das der Regierung noch weitreichendere Kontrolle über die Meinungsäußerung von Deutschamerikanern gab, und Wilson unterzeichnete es am 6. Oktober. Deutschsprachige Zeitungen waren von da an verpflichtet, der Post englische Übersetzungen von “allen Kommentaren zu der Regierung der Vereinigten Staaten… ihrer Politik, ihrer internationalen Beziehungen oder den Stand des Krieges und die Kriegsführung” zu liefern. Einer der schlimmsten Missbraucher des Rechts auf Privatsphäre war der Postminister General Albert Burleson, der seine weitreichenden Befugnisse dazu missbrauchte, vielen sozialistischen, pazifistischen und Antikriegs-Publikationen den Zugang zur US-Post zu verweigern.

Klatscht diese Fliege tot!

Ende 1917 sandte das CPI jeder Zeitung in Kalifornien durchschnittlich sechs Pfund Propagandapapier pro Tag und sprudelte über 20.000 Kolumnen pro Woche aus. Zweitklassige Künstler, Autoren und Journalisten hatten jetzt die Chance, mit dem Schreiben von Gräuelgeschichten zu schnellem Ruhm (oder zumindest an einen bezahlten Job) zu kommen.

John R. Rathom schrieb im Providence Journal Artikel und Spionagegeschichten, die so sensationell waren, dass gemunkelt wurde, er würde vom britischen Geheimdienst unterrichtet. Er gab auch zahlreiche Vorlesungen, führte 1917/1918 eine Kampagne gegen “Deutschensympathisanten” und enthüllte deutsche Spionageakte in Amerika. 1918 kam der Verdacht auf, dass seine Artikel Fälschungen seien, und 1920 wurde er wegen Falschmeldungen angeklagt, was er widerstrebend eingestand. Er wurde schlussendlich diskreditiert, aber nicht bevor eine “Rathomania” beträchtlichen Erfolg dabei gehabt hatte, die öffentliche Meinung zu formen.

Andere Medienlügen, die 1918 zirkulierten, beinhalteten: Deutsche Flugzeuge, die vergiftete Süßigkeiten für Kinder abwerfen, Deutsche, die belgische Nonnen vergewaltigen, dem Feind die Ohren abschneiden und Amerikanern Tuberkelbazillen ins Essen geben. In St. Louis, Missouri berichteten Zeitungen, dass die Deutschen Kindern Handgranaten zum Spielen gaben und dann vergnügt Possen rissen, wenn die Granaten explodierten und die Kinder in die Luft sprengten. Mehrere patriotische Zeitungen begannen damit, schwarze Listen von örtlichen Deutschamerikanern (einschließlich ihrer Adressen) zu drucken, die mit “German Enemy Aliens” überschrieben waren.

Obwohl selbst General Pershing und das US-Kriegsministerium die absurden Gräuelmärchen als absolut falsch entlarvten, wurden viele exakt derselben Geschichten als Basis für die Kriegspropagandafilme benutzt, die den Segen von Wilson höchstselbst hatten: Die Filmsektion des CPI produzierte in Eigenregie über sechzig offizielle Spielfilme, die wöchentlich einem Publikum von durchschnittlich 80 Millionen Menschen gezeigt wurden, und der Kinotag endete mit der Wochenschau des “Offiziellen Kriegsberichts”.

Innerhalb weniger kurzer Monate wurde das Jahrhunderte alte im allgemeinen gute öffentliche Bild des deutschen Volkes von Propagandisten, die an dieser sorgfältig strukturierten, diabolischen Aufgabe auf beiden Seiten des Ozeans arbeiteten, vollständig auf den Kopf gestellt.

Es ist möglich,
daß der Deutsche doch einmal

von der Weltbühne verschwindet,
denn er hat alle Eigenschaften,

sich den Himmel zu erwerben,
aber keine einzige,

sich auf Erden zu behaupten
und alle Nationen hassen ihn,

wie die Bösen den Guten.
Wenn es ihnen aber wirklich einmal gelingt,

ihn zu verdrängen,
wird ein Zustand entstehen,
in dem sie ihn wieder mit den Nägeln

aus dem Grabe kratzen mögten.

Friedrich Hebbel

1813 – 1863


Das englische Original erschien auf der Seite Anti-German Hysteria, auf dem dieses Phänomen in vielen Einzelartikeln beleuchtet wird. Grundlage dieser Übersetzung waren Introduction und Birth of the Hun: The Propagandists. Verlinkungen im Text stammen nicht aus dem englischen Original sondern wurden bei der Übersetzung eingefügt, das Gleiche gilt für Bilder und Lyrik.

 

Weiterführender Text, der tiefer in das Warum dieser antideutschen Kampagne einsteigt: Der Hintergrund des Verrats (1) – Die Balfour-Deklaration


47 Gedanken zu “Antideutsche Hysterie

  1. Deutschland

    Durch Fabrikrauch und Auspuffgase,
    über Speisekarten und Reisebroschüren hinweg
    laß Dir sagen, daß ich Dich liebe, Deutschland.

    Sie haben Dich furchtbar verstümmelt und gefesselt,
    aber das Schlimmste: sie haben Dir in Deinem Elend
    noch ein Narrengewand angezogen
    und einen Schandblock um den Hals gehängt.

    Jetzt mußt Du tanzen nach dem Geklimper von Euro und Dollar.
    Du, verspottet und elend, genarrt und verhöhnt,
    behängt mit Flitter und geschmückt mit Dornen,
    laß Dir sagen: Ich liebe Dich.

    Nicht nur, wo Du rein bist, in Deinen Wäldern,
    auf Deinen Bergen und Deinen unberührten Küsten
    oder in den Augen Deiner Dir Treuen –
    nicht nur dort liebe ich Dich.

    Auch, wo man Dir – Heimat der Stille – tosenden Lärm aufzwingt,
    auch, wo man Dich – Heimat der Denker – des Geistes beraubt,
    auch, wo man Dich – Heimat des Mutes – feige macht,
    dort, wo Du Dich Deiner am meisten schämst, liebe ich Dich.

    Siehe, mit Dir wollen wir alles ertragen,
    die verlorene Krone suchen und sie Dir voller Ehrfurcht wiedergeben.

    Mit Dir sind wir niemals allein,
    durch uns sollst Du die Tränen vergessen.

    In der Stunde Deines tiefsten Elends,
    dürftig verborgen durch Neon und Chrom,
    sind jene bei Dir, die Dein Elend am härtesten trifft.
    Sie lieben Dich, Deutschland.

    Magst Du den anderen erbärmlich und klein,
    gering und verdorben erscheinen –
    uns bist Du Vater und Mutter zugleich.

    Unsere Liebe sei Dir ein Trost.
    Wir haben Dir nichts zu verzeihen,
    verzeihe Du uns, daß wir zu schwach sind,
    Deine Ketten zu sprengen und den Dich umgebenden Tand zu verbrennen.

    Schenk uns die Kraft Deiner Ewigkeit,
    wir geben Dir alles, was uns verblieb.

    Denn wir lieben Dich, Deutschland.

    Konrad Windisch
    (geb. 21.8.1932 in Wien, ist ein deutscher Schriftsteller und Publizist aus Österreich.)

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  2. Hallo Fackel,

    vielen Dank für das schöne, berührende Gedicht – das kannte ich noch nicht. Es passt nicht nur wunderbar als Gegenpol zu diesem schmerzlichen Text, sondern auch genau zu dem, was ich mir u.a. mit diesem Blog als Ziel gesetzt habe. Es zeugt von großem Unverständnis der Lage, wenn (angebliche oder verwirrte echte) Patrioten andauernd von Dummdeutschland oder Doofmichel sprechen, dem möchte ich entgegenwirken. Denn wer soll unser Land und unser Volk denn lieben, wenn nicht wir?

    Der Blog befindet sich aber noch im Aufbau, ich verlinke ihn nirgends, d.h. ich war sehr überrascht, einen Kommentar vorzufinden. Vorerst möchte ich ihn nur mit meinen alten, überarbeiteten (und öffentlichkeitsgeeigneten!) Übersetzungen und dann Artikeln füllen, damit ein bisschen Masse da ist, bevor ich versuche, Leser anzuziehen. Ich arbeite langsam und habe nicht allzu viel Zeit, es wird also hier noch einige Wochen sehr ruhig bleiben und – meiner Erfahrung nach – vermutlich auch noch danach. Massentauglich wird’s wohl nicht, dafür hoffe ich aber auf echte Gespräche, die alle Beteiligten bereichern und vielleicht sogar auf ihrem Weg weiterbringen.

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  3. Hallo Nuada,

    danke für die Freischaltung und die Antwort. Als ich gestern hierher fand und die Artikel durchschaute – den hier kommentierten bewußt zum Schluß, da ich ihn noch gar nicht kannte, obwohl mir das Thema selbst nicht neu ist – saß ich vor meinem PC und mußte erst einmal tief durchatmen. Danach konnte ich nicht anders, als aus meiner Poesieschatztruhe dieses Gedicht hervorzusuchen und zu senden: Als Ausgleich!

    Ich liebe Deutschland, auch wenn es oft schwer fällt, die Zustände, die auf allen Ebenen bestehen, mitanzusehen, auszuhalten und vieles duldend mittragen zu müssen. Und diese Liebe und Wertschätzung hier schon jetzt zu erkennen, die Entstehung genau eines dieser Gegengewichte, die, wie ich finde, gebraucht werden.

    Nach dem Senden war ich unsicher, einfach hier so hereingeplatzt zu sein und etwas, was augenscheinlich erst im Beginn des Werdens ist, auf diese Art zu kommentieren. Anstatt einfach erst einmal nur still da zu sitzen, es ruhig zu beobachten, es zu bestaunen und sich einfach daran zu freuen. Anscheinend bin ich selbst gerade in einer Phase, in der sich Veränderungen zeigen, die lange reifen mußten, da ich auch an einer anderer Stelle in letzter Zeit mutiger wurde und nicht nur häufiger, sondern auch in längerer Weise kommentiert habe, wo ich bisher Zurückhaltung übte.

    Nun bin ich erleichtert und wirklich froh, daß Du das Gedicht „Deutschland“ zu diesem Artikel und sogar für die Zielrichtung Deines Blogs passend findest. Es gibt viel zu wenig, was ermutigt, aufbaut und dennoch die Wahrheit über unseren Zustand widerspiegelt. Das, was ich finde, sammle ich und bewahre es wie kostbare Perlen.

    Obwohl überflüssig: Bitte nimm Dir alle Zeit der Welt für den Aufbau dieses wunderbaren Projektes. Tu ganz so, als wenn ich noch gar nicht da wäre, auch wenn ich bestimmt regelmäßig hier vorbeischauen werde, was ich mir nicht verkneifen könnte. Nachdem ich in den letzten Jahren so oft das Gefühl hatte, zu spät dran zu sein bzw. zu spät zu kommen, nicht zuletzt im Hinblick auf Blogs, freue ich mich gerade unverhohlen, hier einmal „zu früh“ hergefunden zu haben.

    Liebe Grüße und alles Gute!

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  4. Heimatliebe lässt sich nicht in Worte fassen. Sie ist in unseren Herzen verankert und bedarf daher keinerlei Begründung.

    -Fremd in der Heimat-

    „In der Heimat war ich wieder,
    Alles hab ich mir besehn,
    Als ein Fremder auf und nieder
    Mußt‘ ich in den Straßen gehn.

    Nur im Friedhof fern alleine
    Hab‘ ich manchen Freund erkannt,
    Und bei einem Leichensteine
    Fühlt‘ ich eine leise Hand.“

    Ich fühle mit Dir mit, Nuada.

    Liebe Grüße!

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  5. Wunderbar. Blog ist in meiner Favoritenliste. Ich werde auch in Zukunft Mühe haben, zum schreiben zu kommen oder zu kommentieren, aber einen treuen Leser hast du, wie schon immer, auf sicher.

    Sei gesegnet.

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  6. Hallo Nuada!

    Die Überraschung, daß Fackel hierhergefunden hat, habe wohl ich Dir mit meiner Aufnahme Deines Blogs in meine Blogroll beschert (ich bin durch Pingbacks bei mir drüben darauf aufmerksam geworden).

    Als ausgleichenden Balsam für deutsche Seelen (hinsichtlich „Stimmen von außen“) zitiere ich hier eine von mir übersetzte Stelle aus dem Essay The Franco-German Rivalry: A Recent Conflict des französischen Historikers, Schriftstellers und Nationalisten Dominique Venner der an irgendeiner anderen Stelle (die ich jetzt nicht finde) ebenfalls von der geradezu sentimentalen Germanophilie schreibt, die es vor 1870 unter gebildeten Franzosen gab:

    Gerettet durch die Restauration, verschont vom Wiener Kongreß, leckte Frankreich seine Wunden. Die Erinnerung an den Ruhm der Vergangenheit und jüngere Taten verhinderte jeden Minderwertigkeitskomplex. Durch die Stimme großer Intellektueller, Victor Hugo, Edgar Quinet, Jules Michelet, Hippolyte Taine und Ernest Renan germanisierten sich die gebildeten Franzosen und jene der akademischen Welt rückhaltlos. Deutschland war der Musterschüler der Aufklärung, das Vaterland von Kant, des Idealismus, der Moral und des Fortschritts. „Ich ging nach Deutschland, um zu studieren, und mir war, als würde ich einen Tempel betreten“, schrieb Renan in einem Brief vom 24. August 1845. „Alles, was ich dort fand, war rein, erhaben, moralisch, schön und berührend…“ Dieses Idyll wurde durch die europäische Katastrophe von 1870 brutal zerbrochen.

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  7. Moin!
    Ein ganz hervorragender Artikel, den das von Fackel gebrachte Gedicht des Konrad Windisch bestens ergänzt.
    Hab sonst nichts weiter zu vermelden, wollte nur gutes Gelingen für diesen Blog wünschen (fand via Sezessionkommentar hierher) und beipflichten, daß mich das Geseire von „Dummichel“ etc. extrem nervt, wie es bei „PI“ z. B. fröhliche Urständ feiert.
    Schöne Grüße aus E., frohe Ostertage!

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  8. Vielen Dank für die schönen, wertvollen Kommentare!!!

    ich muss mich für die verspätete Freischaltung entschuldigen, ich habe den Blog immer noch als Baustelle betrachtet, auf der ich nicht jeden Tat vorbeischauen muss. Aber das ändern wir jetzt ofiziell. Ostern ist ein schöner Anlass zur „Eröffnung“.

    Die Worte von Dominique Venner sind wirklich Balsam, Lucifex, sie muten aber auch ein bisschen merkwürdig an – man ist das nicht gewöhnt. In dem Zusammenhang ist mir eine Anekdote eingefallen, die angeblich aus dem 19. Jahrhundert stammt, vermutlich aus dem späten, und die ich in einem amerikanischen Forum gefunden habe.

    Ein französischer Geschäftsmann lädt einen deutschen Geschäftspartner zum Abendessen nach Hause ein. Es ist ein sehr angenehmer Abend und als er weg ist, sagt die Frau des Franzosen: „Das war der erste nette Deutsche, den ich kennengelernt habe.“ – „Das war der erste Deutsche, den du kennengelernt hast“, erwidert ihr Mann „alle anderen waren Juden.“

    Auf dass es nicht zu politisch korrekt werde und auf dass ich nicht womöglich noch anfange, mich sicher zu fühlen! 😀

    @Andreas aus E.: Dass meine „Baustelle“ sogar in der Sezession erwähnt wurde, wundert mich, aber es ist schön. Ich freue mich ganz besonders, wenn Leser und Kommentatoren hierher finden, denen dieses ätzende und runterziehende Gemecker auf die Nerven geht, das sich bei PI leider breitgemacht hat. Ich habe versucht, dagegen anzugehen, als ich noch dort kommentiert habe, und gesehen, dass auch andere das versucht haben … aber es fiel leider nicht auf fruchtbaren Boden. Manchmal war ich geneigt zu schreiben „Wenn Deutsche so durch und durch scheiße sind, warum regt ihr euch dann eigentlich über Merkel und alle anderen auf, die weder Kosten noch Mühen scheuen, das Land mit anderen Völkerschaften zu fluten?“ Und ich glaube, ich HABE das auch das eine oder andere Mal geschrieben …

    Ich bin immer noch überzeugt, die meisten (nicht alle!), die das tun, sind gute anständige Patrioten mit dem Herz am rechte Fleck, aber sie sind da reingerutscht und empfinden jede Gegenrede gegen ihr „Doofmichel“-Gelaber wohl als Verharmlosung der Situation. Im Kern – so glaube ich – geht es aber auf die Kampagne zurück, die in diesem Artikel beschrieben ist und die nie geendet hat.

    Ich wünsche Euch allen frohe Ostern.

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  9. Ein erhellender Einblick ! Was auch geschichtlich belegt, wie diese Deutschlandhasser agieren! Was mir jedoch in dem Artikel fehlt, ist klar aufzuzeigen, wer hinter diesen ganzen Schweinereien steckt [moderiert].
    Wer dirigierte Wilson? Wer war dieser Cohen? Wer war dieser Creek? [moderiert].
    Man sollte schon den Mut und den Verstand haben, die üblichen Verdächtigen KLAR UND EINDEUTIG zu benennen, denn ansonsten fischt man nur im trüben Teich!

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  10. @newschopper4bravo:

    Man sollte schon den Mut und den Verstand haben, die üblichen Verdächtigen KLAR UND EINDEUTIG zu benennen, denn ansonsten fischt man nur im trüben Teich!

    Ich wende mich an ein intelligentes Publikum mit Eigeninitiative, das durchaus in der Lage ist, Links zu einzelnen Personen anzuklicken, um ihre Hintergründe zu überprüfen. Um das bequemer zu gestalten, habe ich in vielen Fällen einen Wikipedia-Link unterlegt, der Aufschluss darüber gibt.

    Es ist absolut nicht notwendig, solche Informationen mit dem Holzhammer zu verbreiten. Wer seelisch nicht bereit ist, das Offensichtliche zu sehen, sieht es auch dann nicht, wenn man es ihm ins Gesicht schreit. Er reagiert dann höchstens gehässig, kann sich zur Belästigung für uns auswachsen und sich selber gegen weitere Informationen verschließen. Wer hingegen bereit ist, der findet auf diesem Blog viele Antworten und womöglich sogar Gleichgesinnte.

    Bislang hat diese Methode hervorragend funktioniert. Ich würde mich freuen, wenn Du Dich daran hältst. Vielleicht macht es Dir sogar Spaß.

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  11. Man sollte schon den Mut und den Verstand haben …
    +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
    Beides wirst Du hier reichlich finden (Anspielung auf: „300“) – vor allem aber: Verstand!
    Dein Trugname ist mir übrigens durchaus neu. Und wenig ansprechend, übrigens.

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  12. Ich freue mich übrigens sehr, dass dieser Artikel auf Interesse stößt. Eigentlich könnte man ja sagen: Das ist über 100 Jahre her, das muss uns nicht mehr interessieren, wir haben aktuelle Sorgen.

    Das ist alles richtig, aber die Parallelen zu den aktuellen Sorgen drängen sich mir zumindest einfach auf. Die Propaganda, die ihre verheerenden psychologischen Auswirkungen damals ausschließlich auf Deutschamrikaner, nicht aber auf Deutsche im Heimatland hatte, ist heute immer noch aktiv und inzwischen längst über den großen Teich geschwappt. Die Deutschamerikaner sind als Volksgruppe so gut wie verschwunden, jetzt richtet sich das Propagandagift gegen uns. Wir Deutschen im Heimatland sollen genau den gleichen Weg ins Nichts gehen, den die Deutschamerikaner vor uns gegangen sind. Ich denke nicht, dass es für sie noch ein Zurück gibt, für uns aber schon!

    Es gibt zahllose Deutsche, die sich selbst gern als Europäer bezeichnen, weil es ihnen irgendwie unangenehm ist, den Begriff Deutsche für sich zu verwenden. Sie empfinden eine Diskrepanz zwischen ihrem Selbstbild als nette Person und dem emotional unangenehm anrührenden Ballast, der mit dem Begriff Deutscher verknüpft ist. Ich weiß das, weil das auch bei mir so war. Das steht heute natürlich stark im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus, aber keineswegs ausschließlich. Dieser Artikel zeigt sehr schön auf, dass die Hassattacke schon älter ist und auch ganz ohne Nazis funktioniert hat.

    Die Propaganda ist inzwischen subtiler geworden, Gorillabilder wurden ausrangiert und durch vermutlich sehr viel wirkungsvollere Meme ersetzt, beispielsweise durch den ausländerjagenden Dunkeldeutschen, aber auch – und das ist für den Leserkreis hier viel bedeutsamer – durch das „feige Weichei“, den „wohlstandverwahrlosten Hedonisten“ oder den peinlichen Schwachkopf, der Teddybären auf Invasoren wirft. Auch das sind Figuren, die uns als Deutsche zutiefst unsympathisch sind und zu denen wir nicht gehören wollen. Es ist für die psychologische Wirkung letztlich völlig egal, welche negativen Eigenschaften mit dem Deutschtum verknüpft werden, es stört nicht einmal, wenn sie sich gegenseitig widersrpechen, Hauptsache sie sind negativ.

    So werden wir davon entfremdet, uns dem deutschen Volk zugehörig zu fühlen. Solche Meme sind für uns genauso schädlich wie der Gorilla mit der Keule. Und sie sind genauso unwahr. Wir haben wie jedes Volk einen gewissen Anteil Feiglinge, Hedonisten und Schwachköpfe, es bestehen keinerlei Hinweise darauf, dass dieser Anteil höher ist als bei anderen Völkern, eher im Gegenteil. Jeder, der diese Behauptungen ständig wiederholt, betätigt sich daher als Verbreiter von Propagandagift.

    Diejenigen, die wahrscheinlich gar keine Deutschen sind (aber die Sprache perfekt beherrschen) und das vorsätzlich und mit böser Absicht tun, kann ich selbstverständlich nicht davon abhalten. Aber für diejenigen, die diese Propaganda unbewusst aufgesogen haben, unglücklich darüber sind und ihrem Unglück Ausdruck geben wollen, ist das hier vielleicht ein Anlass, dieses Verhalten zu überdenken.

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  13. @hildesvin und Nuanda
    …mein “ Trugname“ tut nichts zur Sache und als Helikopter Pilot fand ich den einfach Mal passend und jetzt ist er hält da!

    Bzgl. der Lügen über den … [moderiert]

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  14. @newschopper4bravo:

    Ich dachte eigentlich, ich hätte mich deutlich genug ausgedrückt. Möglicherweise hast Du die Über-Seite nicht gelesen, ich kopiere daher den relevanten Teil heraus:

    Keine strafbaren Aussagen

    Ich verstehe, dass es nicht immer klar erkennbar ist, was sich noch im gelben Bereich befindet, der gern betreten werden kann, und was schon rot ist. Deshalb behalte ich mir vor, zu löschen, wenn ich der Ansicht bin, es wäre rot. Die Betreffenden mögen das bitte nicht als persönlichen Angriff auffassen, wenn sie in gutwilliger Absicht dachten, das wäre noch im Rahmen. Falls es in rücksichtsloser Absicht geschieht … nun ja, ich glaube eigentlich nicht, dass das passieren wird.

    Ich habe den Eindruck, es ist doch passiert, denn offenkundiger im roten Bereich geht ja gar nicht mehr.

    Es steht Dir frei, für derartige Aussagen Deinen eigenen Blog zu eröffnen, das geht in wenigen Minuten und kostet nichts. Es da zu tun, wo andere die strafrechtliche Verantwortung dafür tragen, ist nicht mutig – ganz im Gegenteil – und darüber hinaus eine Unverschämtheit.

    @Hildesvin: Ich bin ein bisschen am Rätseln, was Du mit Deiner Andeutung zum Trugnamen gemeint hast. Kommt Dir dieser Kommentator bekannt vor?

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  15. Newschopper ist ein Dauergast in meinem Spamordner und hat es sich mit mir schon mit seinem allerersten Morgenwacht-Kommentar (zum Jonathan-Weisman-Artikel von Donald Thoresen) verscherzt, in dem er ganz barsch schrieb, wie man nur zu viel dazu schreiben könne, ohne sich zu entschuldigen („Ein Einzeiler hätte genügt!“), und diesem Stil ist er seither treu geblieben, plus der holzhammerigen 130er-Surferei. Den Artikel über die Versklavung der Iren in Amerika hat er als „BS“ und „klare Des-Info“ abqualifiziert, weil darin nicht erwähnt wurde, daß „100 % aller Sklavenschiffe Juden gehörten“, wie Newschopper glaubt, ganz abgesehen davon, daß es in diesem Artikel nicht darum ging, sondern um die Widerlegung der Verharmlosung des Sklavereistatus als „Schuldknechtschaft“.

    Ich habe schon erwogen, ob ich Dich vor ihm warnen sollte, Nuada, und da habe ich zu lange überlegt. Tut mir leid, aber der Kerl hat außerhalb der Spackosphäre nichts verloren.

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  16. Vielen Dank für die Info, Lucifex.

    Es macht gar nichts, dass ich das nicht schon vorher wusste. Newschopper hat sich bereitwillig persönlich als Störenfried geoutet und eine Dauerkarte für den Spamordner gelöst. Trotzdem tut es unendlich gut, sich gegenüber solchen Figuren nicht komplett allein zu fühlen, ich bin Dir also wirklich sehr dankbar, dass Du das mitteilst. Das hat auch im Nachhinein noch eine richtig wohltuende Wirkung. Ich erinnere mich an die Vorfälle auf Deinem Blog, ich habe mir nur den Namen des Kommentators nicht gemerkt.

    Exakt das gleiche Gebaren wie bei Dir hat er auch hier an den Tag gelegt. Seinen ersten Kommentar habe ich noch moderiert, den zweiten gerade so stehenlassen – es ist mir aber jetzt ein innerer Reichsparteitag, den auch zu löschen – und der dritte hier: Das, was der erste Halbsatz vermuten lässt, plus noch einiges mehr, was einem Staatsanwalt sicher nicht gefallen würde. Naja, oder gefallen würde – wie man’s nimmt. Aber schon allein der Umgangston unterscheidet sich grundlegend von unserem.

    Tut mir leid, aber der Kerl hat außerhalb der Spackosphäre nichts verloren.

    So ist es! Hier auf jeden Fall bringt er keinen Fuß mehr auf den Boden.

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  17. Ich habe den Kommentar von Newschopper gelesen, bevor er moderiert wurde, erstaunt darüber, weil die Gesetzeslage eindeutig ist. Ob er es mit Absicht gemacht hat, kann ich nicht beurteilen. Eine Sache müßte er mit Gewißheit einsehen, nämlich die Wichtigkeit dieses Blogs. Und was es für Konsequenzen hätte, ihn leichtfertig aufs Spiel zu setzen.
    Kevin B. MacDonald hat ein halbes Leben über jüdischen Themen gesessen, und in einem seiner Bücher (oder Internettexte) schreibt er in einem Absatz, welcher Dauer und Studiums es bedarf, um halbwegs richtig und wahrheitsgemäß zu diesen Themen schreiben zu können. Solche Bücher schulen die Lernfähigkeit, die auch einem Newschopper angeboren sein dürfte.

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  18. Kaum redet einer Klartext, wird sich in jenen Kaninchenbau verkrochen, welcher doch eigentlich erforscht werden sollte.

    Ich selbst habe festsellen müssen, daß auch einige meiner, eher harmlosen, Feststellungen gebannt wurden.

    Anscheinend ist eine Morgenandacht von Nöten – jene Wacht hingegen, läd nicht gerade zum Diskurs an.

    *Spackosphäre*

    Hmm, könnte durchaus auch der Wortschatz, jener Nichttoleranten, elitären Alleswisser, wider eines Meinungsaustausches sein.

    Dennoch:

    Weiterhin Gutes Gelingen, Nuada.

    PS: Es ist ziemlich peinlich, wenn man sich einer Schützenhilfe bedienen muß, um Herr seines eigenen Haushaltes zu bleiben.

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  19. Weiterhin Gutes Gelingen, Nuada

    Danke.

    PS: Es ist ziemlich peinlich, wenn man sich einer Schützenhilfe bedienen muß, um Herr seines eigenen Haushaltes zu bleiben.

    Ich bin eine Frau, keine Emanze. Und Lucifex ist ein Mann, und zwar ein ritterlicher. Uns verbindet eine langjährige tiefe Freundschaft, zwischen die kein Blatt Papier passt. Dieser Blog ist mit absoluter Sicherheit keine Plattform für gehässige Sticheleien gegen die Morgenwacht oder ihn persönlich.

    Auch an Dich der Rat: Wenn Dir die Meinungsäußerungsfreiheit von Personen wie Newschopper am Herzen liegt, die nicht selber für ihren „Klartext“ ins Gefängnis gehen wollen, kannst du ihm gern eine Plattform zur Verfügung zu stellen und das an seiner Stelle tun. Ich für meinen Teil möchte das nicht.

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  20. Jeneeschonklar.

    Verstehe trotzdem nicht, weshalb sich Judenexperte Lucifex hier einmischt.

    Lächerlich.

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  21. Hier liegt wohl ein Missverständnis vor!

    Dummerweise wird das von eurer Klientel nicht verstanden.

    Ratschläge…

    …ja, die sind mir ans Herz gewachsen, wenn sie mich denn betreffen würden.

    Unglaublich diese gespielte Sorgfalt.

    Ist das hier Morgenwacht 2.0, oder Deine Seite?

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  22. Hier liegt wohl ein Missverständnis vor!

    Ja, Ichselbst, hier liegen einige Missverständnisse vor, zum Beispiel, dass es mir häufig vollkommen unmöglich ist, zu verstehen, worauf Du hinauswillst oder auch nur, was Du meinst. Ich spüre nur ständige unterschwellige Gehässigkeit und habe keine Ahnung warum. Das ist ausdrücklich keine Bitte um nähere Erklärung.

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  23. Von diesem „Ichselbst“ habe ich schon ab dem ersten Kommentar hier einen gewissen Schwurbeligkeits- und Besserwisselei-Eindruck gehabt und so etwas wie oben fast auch schon erwartet.

    Es ist mir ein Rätsel, wieso solche Leute keinen eigenen WordPress-Blog einrichten und dort ihre Sachen feilbieten, statt auf das auf Blogs anderer Leute zu tun und deren Betreiber auch noch in aller Unverschämtheit für ihre Kommentarpolitik zu kritisieren. WordPress-Blogs kosten nichts und sind ganz leicht einzurichten (habe ich selber schon mehrmals gemacht).

    Zur Nachveröffentlichung von „Betreutes Flüchten“ auf „Morgenwacht“ hat Newschopper übrigens geschrieben: „Wer bitte soll so etwas lesen?“

    Nun, bisher waren es 4770 Klicks.

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  24. Übrigens fällt mit auch eine gewisse Widersprüchlichkeit in den Äußerungen von „Ichselbst“ auf:
    Schon beim ersten Kommentar eine Distanzierung vom rassischen Denken, dann aber kritisieren, daß Newschopper hier nicht in strafrechtlich problematischer Weise über die Juden „Klartext reden“ darf, und dann doch wieder mich in abfälligem Kontext als „Judenexperte Lucifex“ bezeichnen, als ob er meine Befassung mit dem Judenthema mißbilligen würde.

    Wohl entweder ein Troll, oder ein (((Troll))) oder ein Spackofant.

    Und Holzhammervolkslehrer wie Newschopper kapieren auch nicht, daß es auch Einstiegsprogramme für Leute geben muß, die zu gewissen Themen gerade erst aufzuwachen beginnen.

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  25. „Trugname“ meinte ich völlig „wertneutral“, jenseits von gut und böse, rein sachlich – wir pflegen ja wohl alle einen solchen.
    Das mit dem Dauergast in Lucifex’s Spamordner weiß ich seit eben jetzt. Erklärt allerdings einiges.

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  26. Deinen Begriff „Trugnamen“ (den Du auch schon auf Deinen eigenen angewandt hast), habe ich seinerzeit schon richtig als Dein „altdeutsches“ Synonym für „Pseudonym“ oder „Nick“ verstanden.
    Er gefällt mir recht gut, und ich habe ihn für meinen in Entstehung begriffenen SF-Roman übernommen, wo es um Decknamen geht (Nuada und noch jemand kennen die ersten beiden Kapitel schon).

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  27. @Lucifex:

    Übrigens fällt mit auch eine gewisse Widersprüchlichkeit in den Äußerungen von „Ichselbst“ auf:

    Ja, das stimmt. Das einzig Kontiniuierliche scheint die Boshaftigkeit gegen Anwesende zu sein. Dass er ein (((Troll))) ist, halte ich für nahezu ausgeschlossen, ich kenne ihn von PI. Dort richteten sich seine Attacken ebenfalls gegen die Anwesenden, z.B. gegen die sich dort zahlreich tummelnden konsernaiven AfD-Groupies, die ja tatsächlich in aller Ernsthaftigkeit manchmal comedyreife Überzeugungen zum Ausdruck bringen, dass man sich nur an den Kopf fassen möchte. Deshalb habe ich anfänglich irrtümlich angenommen, er sei einer von uns. Es war aber vermutlich auch dort nur boshafte Gegenrede als Selbstzweck. Ich möchte das hier nicht. Dazu sind die Themen zu wichtig, außerdem verdirbt uns das die guten „Schwingungen“ 😎

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  28. Ein schöner Blog und ein guter Artikel über das Werden des Haßes auf die Deutschen und wie dieser vor allem gezielt erzeugt worden ist. Ich bin über die Seite von Lucifex hier gelandet und habe den Blog gleich als Lesezeichen vermerkt.

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  29. …ein guter Artikel über das Werden des Haßes auf die Deutschen und wie dieser vor allem gezielt erzeugt worden ist.

    Schön, dass Du das noch einmal erwähnst und uns damit wieder zum Thema zurückbringst, Jouri. Wenn man weiß, dass diese Hasskampagne künstlich und mit böser Absicht erzeugt wurde, dann fällt es viel leichter, sich ihr zu widersetzen. Deshalb ist das Thema hochaktuell. Denn was vor 100 Jahren noch vor allem an Amerikaner OHNE deutschen Hintergrund gerichtet war, ist heute auch an Deutsche selber gerichtet. Wir sollen unser eigenes Volk hassen oder zumindest verachten.

    Dass ungeachtet dessen auch im Ausland gegen uns aufgehetzt wird, kann schon sein – aber das kann man im Grunde ignorieren und allenfalls beobachten, dagegen können wir wenig bis gar nichts unternehmen, bei den eigenen Landsleuten hingegen vielleicht schon.

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  30. Erstmal eins vorweg, schön daß ich hierher gefunden habe.

    Die Propagandageschichte kannte ich noch nicht, daß darin aber wieder die üblichen Verdächtigten verwickelt waren bzw. sind, habe ich mir aber gedacht. Bei dem Teil mit den Kindern, welche sich gar arg vor dem Deutschen fürchteten, von dem doch ein ganzer Ozean trennte, mußte ich sogleich an diese unselige „Klimapanik“ denken, welche in die Köpfe der Kinder gehämmert werden soll.

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  31. Erstmal eins vorweg, schön daß ich hierher gefunden habe.

    Ich freue mich auch.

    Ja, es ist im Grunde immer das gleiche Strickmuster. Und es ist natürlich sehr einfach, Kinder zu ängstigen – ich habe bei der Klimahysterie schon gedacht, sie mussten offenbar auf Kinder zurückgreifen, weil es bei Erwachsenen nicht mehr funktioniert. Wenn das stimmt, wäre es eine erfreuliche Entwicklung.

    Dessen ungeachtet ist es menschich eine Sauerei, Kindern Angst einzujagen. Diese Greta Thunberg ist mir äußerst unangenehm. ich weiß, man sollte milde sein, sie ist ein behindertes Kind, das benutzt wird. Aber irgendwie hat sie was Grusliges an sich, ein bisschen wie in den Filmen, in denen das Kind dann der Antichrist ist oder so etwas… Aber vor einiger Zeit habe ich in einem Video ein englisches Mädchen gesehen, jünger als Greta, vielleicht um die 10 oder 11 Jahre. Und die hat so herzzereißend geweint, weil „unsere ganze schöne Erde zerstört wird“, das hat echt gewirkt. Ich glaube, dass auch bei uns viele Kinder wirklich besorgt sind und Angst haben.

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  32. Obwohl dieser Artikel sehr ausführlich und eindrücklich beschreibt, WIE die antideutsche Kampagne durchgezogen wurde, geht er nicht auf den Grund ein, aus dem ein sehr kriegsunwilliges Volk wie die Amerikaner auf Biegen und Brechen in den 1. Weltkrieg gegen Deutschland gehetzt werden musste.

    Aber auch dazu gibt es Untersuchungen, die unter dem Titel Der Hintergrund des Verrats (1) – Die Balfour-Deklaration hier veröffentlicht sind.

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  33. @fackel:

    Ein sehr schönes, tief berührendes Gedicht. Ich habe es zum ersten Mal beim VL gehört, in einem seiner Videos wo er Post auspackt. Ihm sind beim Vorlesen die Tränen gekommen, was ihm eine Minderheit von ganz „stahlharten“ Kommentatoren als „weibisch“ auslegte. Mir sind aber auch die Tränen gekommen.
    Und als ich es jetzt unverhofft unter diesem Artikel nochmal in schriftlicher Form vor mir hatte gleich wieder.
    Es trifft zumindest bei mir mitten ins Herz. Ein Engel muss ihn beim Schreiben berührt haben.
    Es ist echt komisch, was dieses Gedicht bei mir auslöst. Wie sagt man heutzutage? Konrad Windisch- Ehrenmann.

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  34. Noch ein kleines Zuckerl: die italienische Sängerin Milva, die auf Italienisch, Deutsch, Englisch und Französisch singt, findet, daß Deutsch die erotischste Sprache der Welt ist (Link habe ich dazu aber leider keinen gefunden).

    Hier sind zwei Lieder von ihr, „Nein, ich ergeb mich nicht“:

    …und „Non piangere piu Argentina“, ihre italienische Version von „Don’t cry for me, Argentina“:

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  35. @Lucifex:

    … daß Deutsch die erotischste Sprache der Welt ist ..

    .
    … ist eine erstaunliche Aussage. Auf die Idee wäre ich jetzt nicht gekommen. Exakt, tiefgründig, vielleicht sogar magisch, ja. Aber erotisch? Ob sie wohl die Wörter meint oder den Klang?

    Auf jeden Fall ist es ein schönes Kompliment und vielleicht regt es den einen oder die andere an, wenn’s zur Sache geht, unsere Muttersprache und vielleicht sogar außergewöhnliche altmodische Wörter anstatt Anglizismen zum Einsatz zu bringen. Ganz furchtbar finde ich das Kosewort „Baby“ oder „Babe“ – ich meine, wie würde sich das anhören, wenn jemand sagen würde „Ich liebe dich, Säugling“? Das ist wirklich nicht erotisch!

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  36. Anfang der Achtziger erzählte mir ein damaliger Kommilitone, und erst danach zog meine Sippe aus dem Tal der Ahnungslosen nach Ostberlin, es gäbe, oder hätte in einer Fernsehsendung, eine Rubrik „Schlager-Schlachtbank“ gegeben (Gurgeln hat nichts dazu hergegeben), bei der englische Texte gnadenlos wörtlich übersetzt wurden: Zucker! Oh Honig Honig! Du bist mein Süßigkeiten-Mädchen. (Görl = Girl ist etymologisch mit Gör, Göre nahe verwandt, nebenbei -)
    Rein vom Klang her finde ich einige Zungen angenehmer als unsere. Bin mir aber bewußt, daß es mehr oder weniger induziert sein kann.

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  37. Liebe Nuada,
    „Schlafe mein Kindlein/ Kindchen schlaf ein“
    drückt zärtliche Liebe zu einem „Säugling“ aus, oder nicht?
    Bezogen auf einen „Säugling“ muss die Sprache m.E. nicht erotisch sein.
    Die Deutsche Sprache ist erotisch, weil sie sehr fein differenzieren kann, wenn man sich ihrer zu bedienen kann. Und sie ist dann niemals vulgär. Deutsch ist eine wunderbare Sprache. 🙂

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  38. In der magischen Welt meiner Kindheit gab es bei uns als Wahrheitsmedium nur den Rundfunkapparat, jedoch kein Fernsehen. So blieb mir der Zugang zur Realität lange verschlossen. Hatte es gar nicht einmal so leicht als Unwissender unter meinen bereits gut informierten Spielkameraden. Wann immer ausländische Gassenhauer ala „Ei laff juh bäbie“ ertönten, habe ich mich immer gefragt, warum junge Erwachsene mit abartigen Frisuren (Pilzköpfe) ein dermaßen großes Interesse an Säuglingen besitzen. Bei meinen Großeltern gab es allerdings einen Fernseher, von daher waren mir die Beatles schon bekannt. Selbige waren im Niederdeutschen sogar schon integriert, wenn auf dem Bolzplatz ein Langhaariger ein Tor geschossen hatte, wurde der von alten zuschauenden Herren als „de Büdel“ tituliert.

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  39. „Wann immer ausländische Gassenhauer ala „Ei laff juh bäbie“ ertönten, habe ich mich immer gefragt, warum junge Erwachsene mit abartigen Frisuren (Pilzköpfe) ein dermaßen großes Interesse an Säuglingen besitzen.“

    Unter Anbetracht der Tatsache das England seit 1650 nicht mehr souverän ist sonder durch sie bestimmt wird, und wir hier seit Jahrzehnten eine Verhunzung unserer Sprache erleben, kann es doch sein das dieser pädophile Anteil im Englischen aus der gleicher Richtung kommt wie der Vulgäre.

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  40. Ich habe mit Anglizismen jetzt nicht unbedingt ein Riesenproblem, weil ins Deutsche schon immer Vokabular aus anderen Sprachen gedrungen ist (wer möchte denn wirklich vom „Gesichtserker“ sprechen?), aber wenn Leute mittlerweile von ihrer Mutter als „Mum“ reden, wirds für mich dann schon grauslich. In irgendeinem Presseorgan konnte ich neulich lesen, dass man bei „Mutter“ stets an ein Tatort-Szenario denken müsse, wo fiese Erbgeier diesen Terminus gebrauchten, wohingegen „Mutti“ mittlerweile fix mit der Kanzlerin assoziiert sei und „Mama“ so infantil daherkomme, als wolle man gleich an der Brust nuckeln – also bleibe nur noch „Mum“, was ich aber mit doofen Ami-Serien und der Nachäfferei derselben assoziere, dann lieber noch die Mama, echt.

    Davon abgesehen nivelliert die totale Globalisierung des Englischen, etwa dadurch, dass an manchen deutschen (!) Unis für Promotionen etc. Englischpflicht besteht, diese Sprache durch Verlust von Reichtum und Tiefe in Folge zunehmender Vereinfachung zwangsläufig selbst immer mehr in Richtung Pidgin-Niveau.

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  41. Arthur Frayn 31. Mai 2019 um 0:10
    Für Kinder: Mutti und Vati. Für Erwachsene: Mutter und Vater. Nur so ein Vorschlag.

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  42. Von mir aus auch gerne Papa und Mama für die Kleinen. War ja nur ein Vorschlag. Für mich, als längst dem Kindesalter Entwachsenen ist allerdings meine alt und krank gewordene Mutter auch wieder die „Mama“…:-(((

    Mum? My Ass!

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  43. (wer möchte denn wirklich vom „Gesichtserker“ sprechen? ————————

    Nur der guten Ordnung halber:
    „Gesichtserker“ war nie ernst gemeint – hier ist Bolschewikipdia durchaus brauchbar. Es war eine, meiner Meinung nach nicht böse gemeinte, und gelinde, Verhohnepiepelung von Sprachpuristen, welche gelegentlich dazu neigten, das Kind mit dem Bade auszuschütten.
    Das isländische Wort für „Gummi“, so las ich, bedeutet in grober Übersetzung „Zugleder“.
    Apropos isländisch: Die Aussprache dünkt mich schwieriger als auf tiếng Việt ,
    (Bác sĩ muốn học tiếng Việt.) – 1989 habe ich solches versucht, dann hatte man andere Sorgen.

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